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Auktionsgespräche

Auktionsgespraeche: Kunstgeschichte wird gerade gemacht

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Written by HEIDI LUX, Auction Central News International   
Monday, 25 March 2013 16:13

Neo Rauch Die Kontrolle, 2010, Öl auf Leinwand, 300 x 420 sm, private Sammlung / Basel mit freundlicher Genehmigung Galerie EIGEN + ART Leipzig/Berlin and David Zwirner, New York. Foto: Uwe Walter, Berlin.

Proteste im Jahr 2013 zur Erhaltung der Berliner Mauer ? Genau das ist passiert, als sich Kunstliebhaber versammelten, um die East Side Gallery, ein mit faszinierenden politischen Wandbildern versehenes Reststück der Berliner Mauer, zu erhalten. Ein Teil der East Side Gallery sollte zur Schaffung eines Zugangs zu einer Luxuswohnsiedlung entfernt werden, welche am Ufer der Spree errichtet werden soll. Nachfolgend wurde auf einem Treffen von Vertretern der Stadtverwaltung und dem Bauherren am 18. März wurde verkündet, dass die Arbeiten wie geplant fortgeführt würden und lediglich bereits existierende Öffnungen in der Mauer genutzt werden, um Baugerät in das Areal einzubringen.

Die Berliner Mauer, errichtet 1961 und seit 1989 wieder geöffnet, ist ein Magnet für Touristen und Liebhaber von Straßenkunst. Die ungefähr 1,5 km lange East Side Gallery wurde 1990 durch 118 Künstler aus 21 Ländern bemalt. Ein Teil der berühmten Kunstwerke ist der “Bruderkuss”, die Darstellung eines Kusses zwischen Leonid Breschnew, Vorsitzender des Präsidiums des Obersten Sowjet (1964-1982) der früheren UdSSR, und Erich Honnecker, Staatsratsvorsitzender (1976-1989) der früheren DDR.

Eine andere beliebte Gestalt der früheren DDR, der Maler und Graphiker Willi Sitte (92), hat eine Ausstellung seiner Werke in Merseburg bei Halle (Saale) eröffnet. Seine Gemälde und Graphiken des sozialistischen Realismus sind gekennzeichnet durch die Darstellung muskulöser menschlicher Figuren und die prismatische Nutzung von Licht und Farben, die über solid konturierte Oberflächen spielen. Sitte war langjähriger Präsident des Verbandes Bildender Künstler der DDR und erhielt zahlreiche Auszeichnungen. Seine Arbeiten können unter www.willi-sitte-galerie-merseburg.de betrachtet werden.

Ein weiterer ostdeutscher Maler hat Erfolge erfahren, von welchen andere Künstler nur träumen können – Neo Rauch (53). Seine Arbeiten haben inzwischen die 1-Million-Dollar Marke durchbrochen, als sein Gemälde “Suche” bei Christie’s in New York 2004 für 1.082.500 Dollar versteigert wurde. Eine Rückschau auf seine Werke mit dem Titel “Neo Rauch”: “ Die Besessenheit des Demiurgen” wird aktuell im Palais des Beaux-Arts -auch bekannt als Bozar Expo-, Brüssel, ausgestellt.

Rauchs überdimensionale Leinwände ziehen den Betrachter in ihre koexistente unbändige Aktivität und Einsamkeit; ihre gewaltigen Ausdehnungen werden zum Treffpunkt von Gestalten der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Der Kurator der Austellung, Harald Kunde, komplimentiert diese Erfahrung durch sein Arrangement der Werke von 2012 bis 1993. Auf diese Weise machen die Besucher eine Zeitreise durch Rauchs komplexe Stile zurück zu seinen einfacheren Anfängen als einer der Maler der “Neuen Leipziger Schule”. Rauchs Werke werden in der Bozar Expo bis 19. Mai gezeigt.

In Wien eröffnet die Galerie OstLicht am 13. April eine Ausstellung von Fotographien der Künstlerin Hellen van Meene. Die in den Niederlanden geborene Fotographin dokumentiert die Zerbrechlichkeit und Beeinflussbarkeit junger Mädchen auf ihrem Weg zur Frau. Ihre sorgfältig zusammengestellten Schnappschüsse enthüllen eine intuitive Kommunikation mit ihren Modellen, seien es nun Mädchen oder, wie in ihrer neuen Fotoserie, Hunde. Die OstLicht Ausstellung läuft bis zum 15. Juni.

Kunstsammler haben bereits in ihrem Kalender den 13. bis 16. Juni für die “Art Basel” in Basel markiert. Die gewaltige Show und Verkauf bietet Kunstwerke von 304 internationalen Gallerien an, von den frühen Klassikern der Moderne des 20. Jh. bis zu zeigenössischer Kunst. Details dazu finden Sie unter www.artbasel.com

 



ADDITIONAL IMAGES OF NOTE

 Neo Rauch Die Kontrolle, 2010, Öl auf Leinwand, 300 x 420 sm, private Sammlung / Basel mit freundlicher Genehmigung Galerie EIGEN + ART Leipzig/Berlin and David Zwirner, New York. Foto: Uwe Walter, Berlin.

Neo Rauch “Nest”, 2012 Öl auf Leinwand, 300 x 250 cm, Sammlung De Heus-Zomer mit freundlicher Genehmigung Galerie EIGEN+ART Leipzig/Berlin und David Zwirner, New York. Foto: Uwe Walter, Berlin 

Kunstenthusiasten schlendern entlang der East Side Gallery in Berlin, einem kleinen Reststück der Berliner Mauer gewidmet als Freiluftgalerie. Foto von Heidi Lux 

 Golden and moody, dieser unbetitelte C-Druck von Hellen van Meene 2012, 39 x 39 cm, wird gezeigt in der OstLicht Galerie für Fotographie in Wien. Bild mit freundlicher Genehmigung Sadie Coles HQ, London and die Künstlerin.

Last Updated on Monday, 25 March 2013 16:26
 

Auktionsgespräche: Dresdner Ornamente

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Written by HEIDI LUX, Auction Central News International   
Wednesday, 05 December 2012 12:27

Dieses realistische und detaillierte Dresden Ornament, darstellend ein Rentier, ist ein Knallbonbon. Es brachte 750 $ (€ 597) auf der Bertoia Aution am 23. September 2012. Foto mit freundlicher Genehmigung von Bertoia Auktionen

Der Legende nach war Pfarrer Martin Luther so bewegt vom Anblick der Sterne, welche durch eine Kiefer schimmerten, dass er den ersten Weihnachtsbaum gestaltete. Ob das nun wahr ist oder nicht, es ist einfach ein konstantes Thema, dass ein Weihnachtsbaum so wie Edelmetalle und Juwelen glänzen sollte. Einer der entzückendsten Blender sind mit Sicherheit die Dresdner Weihnachtsornamente.

“Die Menschen sind oft überrascht, wenn ich einen Baum mit Dresdner Ornamenten zeige und ihnen dann verrate, dass sie aus Papier bestehen.” sagte Bill Steely, Sammler und Vorstand für Öffentlichkeitsarbeit des "The Golden Glow of Christmas Past," einem Club internationaler Sammler mit Sitz in Bridgeton, New Jersey (USA).

Die zwei bis drei Zoll kleinen Ornamente sind aufwendige, handgemachte Tricks aus geprägtem Papier. Oft sind sie vergoldet oder versilbert und manchmal angemalt, mit filigranen Rändern und strukturellen Designs, welche täuschend echt nach mit einem Hammer getriebenem Metall aussehen. In Wirklichkeit sind sie aber hohle, zerbrechliche Ornamente angefertigt aus vielen Teilen geprägter Papierschnitte und präzise zusammengefügt, anschließend mit Liebe zum Detail bemalt. Die geschickten Hände, welche diese entzückenden Kreationen schufen, gehörten Frauen und Kindern oder ganzen Familien, die zwischen 1880 und 1914 in oder bei Dresden, Deutschland, lebten.

Zu dieser Zeit war Ostdeutschland eine Hochburg der Ornamentproduktion. F. W. Woolworth erwarb sein frühes Vermögen durch den Besuch von Lauscha in Thüringen, aus welchem er bemalte Glasornamente mitbrachte, die in US-Geschäften bald ausverkauft waren. Auch Ornamente aus bemalter, geprägter Baumwolle wurden hier hergestellt. Im Erzgebirge verbrachten Minenarbeiter und ihre Familien die Winter damit, Nussknacker und andere Dekorationen zu schnitzen. Familien in der Nähe von Sebnitz stellten bezaubernde Ornamente aus Fabrikschrott und Drähten her.

“Es war die Zeit der Industriellen Revolution. Die Deutschen hatten Glasblastechniken entwickelt, wie die Benutzung einer Glasflamme, welche heißer wurde und so feineres Glas produzierte. Ihre Technik des Farbdrucks war hochentwickelt, es wurden bis zu 28 verschiedene Platten benutzt. Außerdem entwickelten sie spezielle Präge- und Schnittpresse um Papierteile für die Dresdner Ornamente herzustellen,” bemerkte Steely.

Ein feuchtes Stück schweres Papier wurde in den hohlen Teil der Presse gelegt und das gewölbte Muster darauf gepresst. Bald entstand nun die runde Seite eines Pferdes, die Hälfte eines Luftschiffes oder ein französisches Horn auf dem Weg, ein dreidimensionales Dresdner Ornament zu werden. Einige, die zweidimensional und nur auf einer Seite geprägt waren, wurden “Flache” genannt. Manche dieser “Flachen” waren auch auf zwei Seiten geprägt und an den geprägten Hälften zusammen geklebt.

Die Präge- und Schnittpresse hatte den Vorteil, dass man sehr viele identische Teile auf einmal herstellen konnte. Die Familien kamen dann zu den neun oder zehn Fabriken in Dresden und Leipzig, um die Teile für die heimische Sammlung zu abzuholen.“Jede Familie stellte eine kleine Anzahl der Ornamente her, dennoch wurden sie in großen Mengen produziert,” merkt Steely an. “Sie wurden schlecht bezahlt und mussten schnell arbeiten.”

Dennoch bekamen die Fabriken Ornamente hoher Qualität zurück. Zu dieser Zeit waren die Dresdner die teuersten unter den deutschen Ornamenten. Nicht jeder konnte sie sich leisten und viele wurden in andere Länder exportiert, wie beispielweise nach Großbritannien oder in die USA.

Die Motive der Dresdner Ornamente scheinen unendlich. Sie beinhalten Insekten sowie Tiere des Festlandes, des Ozeans und der Lüfte, sowohl wildlebend als auch domestiziert; genügend Instrumente um ein Orchester zu formen; beliebte Transportmittel des frühen 20. Jahrhunderts, wie Kutschen, Schlitten und Fahrräder, Dampfschiffe, Züge und neumodische Automobile; Figuren wie Engel und Reiter; und skurrile Objekte, wie Uhren, Pfeifen, Operngläser, Stiefel und Champagnerflaschen.

“Es waren nicht nur Weihnachtsbaumornamente, sagte Steely,” sie wurden auf Einladungen und als Platzkarten benutzt, mit dem Namen einer Person darauf. Manche ließen sich öffnen und hatten eine kleine Papiertüte darin, für Süßigkeiten oder kleine Geschenke. Und manche wurden als Knallbonbons benutzt, wovon aber nur noch wenige existieren.”

Mit Beginn des Ersten Weltkrieges 1914 wurde die Produktion der Ornamente unterbrochen. Obwohl sie nach dem Krieg wieder produziert wurden, war die Qualität nicht mehr die Gleiche. Wenn es ein Ornament gibt, welches das Ende ihrer Ära signalisiert, dann das, welches die Form eines düsteren Panzers des Ersten Weltkriegs hat.

“Sammler schätzen die frühen Dresdner Ornamente besonders wegen ihrer Kunstfertigkeit,” merkt Steely an.

Als Sammler sind Steelys liebste Ornamente handgemalte Bockköpfe mit einer Süßigkeitentüte, und ein Chamäleon, gemalt in schillernden Farben.

Obwohl er auch andere Arten von Weihnachtsschmuck sammelt, hängt er die Dresdner Ornamente besonders gern jedes Jahr an den Weihnachtsbaum. Wenn sie nicht gerade an seinem Baum schimmern, sind sie in Seidenpapier in Schachteln verpackt.

Das sollten sie auch sein. Die zerbrechlichen Papierornamente haben schon viele Weihnachtsfeste überlebt. Das Gesamtangebot der Ornamente hat sich im Laufe von Zeit und Benutzung stark dezimiert. Dennoch ist die Nachfrage steigend. Es kommt nicht mehr vor, dass man auf einem Flohmarkt über ein Schnäppchen stolpert.

“Ich hatte nicht so ein Glück,” meinte Steely. “Es gibt eine riesige Nachfrage nach Dresdner Ornamenten auf dem amerikanischen Markt.”

Er benannte Bertoia Auktionen und Morphy Auktionen, beide Mitglieder auf LiveAuctionners.com, als gute Quellen für Sammler. Er sucht auch nach Dresdner Ornamenten in spezialisierten Antiquitätenläden und auf der jährlichen Golden Glow Tagung. Sammler können mit 25$ (19€) für einen einfachen Flachen beginnen, aufsteigend bis zu Hunderten von Dollar für ein dreidimensionales Ornament. Für besonders seltene Exemplare werden über 10.000$ (7.700 €) gezahlt.

“Auf der Tagung kaufen, handeln und verkaufen Sammler,” sagte Steely. “Da wir Sammler vieler verschiedener Arten von Weihnachtsdekoration haben, besitzen wir an diesen vier Tagen die vermutlich größte Weihnachtssammlung der Welt.”

Für weitere Information zu den Dresdner und anderen deutschen Weihnachtsornamenten, besuchen Sie www.GoldenGlow.org

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ADDITIONAL IMAGES OF NOTE

 Dieses realistische und detaillierte Dresden Ornament, darstellend ein Rentier, ist ein Knallbonbon. Es brachte 750 $ (€ 597) auf der Bertoia Aution am 23. September 2012. Foto mit freundlicher Genehmigung von Bertoia Auktionen

Dieses versilberte Einspänner Schlittengespann mit seinem warm bekleideten Führer brachte 2000 $ (€ 1450) auf der Bertoia Auktion im November 2010. (Alle Preise sind Zugschlagspreise, außer es ist anders ausgewießen.) Foto mit freundlicher Genehmigung von Bertoia Auktionen 

Ein Top Preis für Dresden Ornamente wurde für dieses ungewöhnliche Ornament erreicht, welches einen Berg umrundenden Zug darstellt, der in den Tunnel einfährt. Es wechselte auf der Bertoia Auktion im November 2010 für 10.000 $ (€ 7700) den Besitzer. Foto mit freundlicher Genehmigung von Bertoia Auktionen 

 Ein vergoldetes Paradies zweidimensionaler Dresden Ornamente wurde auf der Bertoia Auktion im November 2007 als Gesamtposten für 950 $ (€ 731) verkauft. Foto mit freundlicher Genehmigung von Bertoia Auktionen

Dieser leuchtende Hahnenkopf ist tatsächlich ein Süßigkeiten Behälter. Er wurde auf der Bertoia Auktion im April 2008 für 3500 $ (€ 2695) verkauft. Foto mit freundlicher Genehmigung von Bertoia Auktionen

Goldene und metallische Farben lassen diesen Dresdener Frosch in allen Regenbogenfarben schillern. Er wurde auf der Bertoia Auktion im November 2005 für 900 $ (€ 693) verkauft. Foto mit freundlicher Genehmigung von Bertoia Auktionen 

Eine Rarität auf der Bertoia Auktion 2008 angeboten: Der Musterkoffer eines Vertreters mit drei vollständig gefüllten Fächern mit Dresden Ornamenten wurde für 7000 $ (€ 539) verkauft. Foto mit freundlicher Genehmigung von Bertoia Auktionen 

 Ein deutsches Ornament für den amerikanischen Markt hergestellt: Dieses silberne Dresdener Segelboot mit der US amerikanischen Flagge brachte auf der Bertoia Aution im September 2012 1600 $ (1232). Foto mit freundlicher Genehmigung von Bertoia Auktionen

Ein schönes Beispiel von einem frühen deutschen Dresden Ornament, zeigt ein gekettet Hund sitzt vor einem vergoldeten Karton Hundehütte. Verdoppelung als Candy Container, hebt das Dach ab, um Zugang zu Süßigkeiten zu ermöglichen. Sammlung von Catherine Saunders-Watson.

Dresden Polospieler auf dem Pferderücken, realistisch mit Schlägel bereit zum schlagen. Sammlung von Catherine Saunders-Watson. 

 

Last Updated on Wednesday, 05 December 2012 13:06
 

Auktionsgespräche: Antiquitätensuche in Wien

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Written by HEIDI LUX, AUCTION CENTRAL NEWS INTERNATIONAL   
Monday, 01 October 2012 09:57

Die konservative Erscheinung des Dorotheum. Foto von Heidi Lux.

In Anbetracht der Geschichte Wiens ist es nicht überaschend, dass diese Stadt eine Fundgrube für Antiquitäten ist. Zur Zeit der Jahrhundertwende zum 20. Jahrhundert war die Stadt ein Zentrum künstlerischer und intellektueller Veränderungen.

Gustav Mahler lies mit seinen neuen Kompositionen die Zeit der Romantik hinter sich. Sigmund Freud öffnete eine Tür zum Unterbewußtsein. Und die Sucessionisten mit Gustav Klimt an ihrer Spitze brachen mit verstaubten akademischen Traditionen, um neue Pfade in der bildhaften Darstellung zu betreten. Die fließende Linie des Jugendstils reiste wie eine frische Brise durch Architektur, Typographie und Mobiliar. Die Wiener Werkstätte beschenkte sogar Gegenstände des täglichen Gebrauchs mit künstlerischer Bedeutung. Kunst und Intellekt blühten in dieser Kaffeehaus Kultur auf.

Von diesem Erbe ist noch soviel zu entdecken in Wiens Antiquariaten, Auktionshäusern und Flohmärkten. Das historische Stadtzentrum gruppiert sich natürlich um den Stephansdom, welcher bald in Sichtweite kommt, spaziert man entlang der Kärntner Straße stadteinwärts. Und sogar entlang dieses Weges findet man viele Einzelhandelsgeschäfte des Dorotheums, welche Schmuck aus Nachlassen, Porzellan und Silber anbieten. Entfernt man sich aber etwas von den üblichen massentouristischen Pfaden in die engere Dorotheergasse, findet sich dort ein alterwürdiges Auktionshaus. 1707 als Pfandleihhaus gestartet, wuchs es zu einem Unternehmen mit internationalen Büros und ca. 600 Auktionen pro Jahr. Versteigert wird alles von Kunst bis zu klassischen Autos. Die umgebende Nachbarschaft ist gespickt mit Antiquariaten aller Art.

“Wir empfehlen normalerweise die Dorotheergasse, Spiegelgasse, Bräunerstraße und Stallburggasse wenn Leute nach Antiquitäten suchen.”, sagt Cornelia Pirka vom Wiener Tourismusverband.

Die Schaufenster der Läden in dieser Gegend sind so voll mit den Überresten des Gestern, dass es das Funkeln von Kristall, das Leuchten beschlagener Bronze und die satten Farben goldgerahmter Leinwände unmöglich macht, die Strassen ohne innezuhalten entlangzugehen.

Auch die Wiener Kunst Auktionen GmbH im Palais Kinsky in der Freyung Straße kann man nicht verfehlen. Deren Erscheinung ist seriös und elegant, passend zu ihren Auktionen von Alten Meistern, zeitgenössischer Gemälde und Jugendstil Antiquitäten.

Ein anderes, international anerkanntes Wiener Auktionshaus ist das WestLicht in der Westbahnstrasse 40. Sie halten den Rekord für den Verkauf des teuersten Fotoapparates der Welt im Jahr 2011, eine Null Serie Leica von 1923 für 1,32 Millionen Euro (fast 2 Millionen Dollar). WestLicht’s nächste Fotographie- und Kameraauktionen finden am 23. und 24. November statt. Fotographieenthusiasten werden entzückt sein, WestLicht’s Leica Einzelhandelsgeschäft -voll mit neuen und klassischen Produkten- direkt nebenan zu finden.

Man muss sich nicht weit von WestLicht entfernen, um etwas anderes, nahezu Ausgestorbenes zu entdecken – einen Schallplattenladen. Scout Records, um genau zu sein. Aber Besucher sollten gewappnet sein, in der ganzen Stadt auf kleine Antiquitätenhändler und Second-Hand Geschäfte zu stoßen – seien es alte Bücher, Münzen, Briefmarken oder einfach Kitsch; man weis nie was man findet.

Wien bietet eine großartige Auswahl für Sammler, die gern ihr Glück auf Flohmärkten ausprobieren. Der mit Abstand Größte dieser Art befindet sich am Naschmarkt, wo eine zunächst schier endlose Zahl von Lebensmittlehändler und kleinen Restaurants schließlich Platz macht für eine überquellende Menge an Ständen mit Ramsch und kleinen Schätzen. Es werden Möbel und Lampen aus den 1950igern, Gewürzgefäßsets, Silbergeschirr, alte Vidoefilme, Modeschmuck, Bücher und Werkzeuge herausgetragen. Aber es gab noch soviel mehr. Der Naschmarkt ist eine Wochenendinstitution und Besucher können sich die Antiquitäten Samstags in der Zeit zwischen 06:30 Uhr und 18:00 Uhr ansehen, wenn sich die Schnäppchengelgenheiten verdreifachen.

Der trendige Donaukanal, eingefasst Graffitiwände und interessante Kaffees, ist zwischen Mai und September Domizil eines an der Salztorbrücke beheimateten Wochenendflohmarktes.

Der dritte zu findende Punkt ist der Antiquitätenmarkt am Hof, geöffnet bis Mitte November an Freitagen und Samstagen von 10 Uhr bis 20 Uhr.

Mit so vielen Möglichkeiten Antiquitäten zu finden, ist es ein Glück, dass auch an fast jeder Ecke ein Cafè ist. Vergessen Sie nicht, bei einem Kaffee und einem Stück Sachertorte zu entspannen, bevor Sie zu Ihrer nächsten Einkaufstour aufbrechen.



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Die konservative Erscheinung des Dorotheum. Foto von Heidi Lux. 

'Klimt With His Looking Glass’, von Emma Bacher, Seewalchen, 1904. Das Bild des Künstlers, einer von nur zwei bekannten klassischen Drucken wird am 23. November bei WestLicht angeboten. Schätzung 12-15.000 Euro ($15.400 – 19.200). Foto mit freundlicher Genehmigung von WestLicht. 

Diese Sammlung von Steiff und anderen antiken Teddys wurde genutzt, um ein Jugendstil Bentwood Einzelbed zu zeigen, 5.500 Euro ($7.070) von Galerie Ambiente/ Design Marlow in Lugeck Strasse. Foto von Heidi Lux. 

Münzenhandlung Dr. Szaivert, in der Riemergasse, ist typisch für die, über die ganze Stadt verstreuten, bezaubenden Antiquitätenhandlungen. Foto von Heidi Lux.

Man weis nie, was man an einem Samstag auf dem Flohmarkt am Naschmarkt finden wird. Schnäppchen werden erwartet. Foto von Heidi Lux.

Last Updated on Monday, 01 October 2012 10:31
 

Auktionsgespräche: Das Kunst und Auktionshaus Schloss Hagenburg

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Written by HEIDI LUX, Auction Central News International   
Monday, 18 June 2012 10:40

Eine wundervolles Sommerziel für Antiquitäten und Architektur: Das Kunst- und Auktionshaus Hagenburg. Foto mit freundlicher Genehmigung von Auktionshauses Hagenburg.

Wenn eine Auktion zufällig in einem Märchenschloss stattfindet, ist das für Liebhaber von Antiquitäten ein doppeltes Vergnügen. Das Kunst- und Auktionshaus Schloss Hagenburg ist eine dieser glücklichen Begebenheiten, bei denen prächtige Antiquitäten in einem Schloss aus dem 14. Jahrhundert zur Schau gestellt werden. Im Landkreis Schaumburg bei Hannover gelegen, zeigt sich das Schloss Hagenburg umgeben von idyllischer Natur.

„Wir leben außerdem in diesem Schloss am schönen Steinhuder See.“, sagt der Besitzer und Auktionator Karl-Heinz Frantz.

Frantz, seine Frau Ute und Tochter Anne arbeiten gemeinsam in diesem Familienunternehmen. Auch ihr Weimaraner-Mischling, Lily, ist ein Teil des Teams. Frantz eröffnete das Geschäft 1969 und versteigerte nur Kunst. Seitdem kamen antike Möbel, Porzellan, Schmuck und viele weitere Angebote hinzu. Im Jahre 1995 kauften sie schließlich das Schloss Hagenburg als Auktionhaus und ihr Zuhause.

„Wenn man einen klaren, modernen Flur hat, ist das kein guter Hintergrund für Antiquitäten.“, merkt Frantz an. „Das Schloss hat die bemalten Decken und den Stuck, was eine hübsche Umgebung für Auktionen darstellt.“

Wie viele alte Schlösser, hat sich das Schloss Hagenburg seit seiner Gründung in Gestalt und Größe verändert. Seine umfassendste Renovierung wurde durch Prinzessin Juliane im späten 18. Jahrhundert vorgenommen, welche davon träumte, einen Ort der Freude zu kreieren. Wie sich jeder, der schon einmal renoviert hat, vorstellen kann, dauerten die Arbeiten länger als erwartet. Sowohl der Gestalter, Clemens August von Vagedes, als auch die Prinzessin, lebten nicht lange genug, um ihr Projekt fertiggestellt zu sehen.

Heute können Besucher das Schloss durch einen zentralen Portikus betreten, welcher durch toskanische Säulen gestützt wird. Ein Storch nistet auf dem Mittelschornstein des Haupthauses. Der kleine Steinhuder See ist durch einen schmalen Kanal mit dem Schloss verbunden. Die Außenanlagen erstrecken sich in einen baumreichen Park mit zahlreichen Singvögeln.

Da Frantz nicht nur 3-4 Auktionen pro Jahr durchführt, sondern auch ganzjährlich antike Möbel, Schmuck und Immobilien verkauft, ist es leicht, einen Grund für einen Besuch zu finden.

„Manchmal bekommen wir Antiquitäten von jemandem, der ein Haus ausräumt, und dann dürfen wir auch das Haus verkaufen, da die Menschen wegziehen.“, sagt Franz.

„Wir spezialisieren uns nicht auf einen bestimmten Stil.“, fügt er hinzu. „Wir versteigern, was wir bekommen. Jede Auktion ist ein anderes Ereignis.“

Die nächste Auktion auf Schloss Hagenburg am 30. Juni zeichnet sich durch eine große Sammlung an chinesischen Möbeln, Porzellan und Bronze aus. Details sind unter www.SchlossHagenburg.de zu finden.

 

Hervorragende Preise & bevorstehende Verkäufe

Gegenstände mit historischer Bedeutung verkaufen sich sehr gut. Auction team Breker, Köln, berichtet, dass eine Einigma Chiffriermaschine von 1938 -während des 2. Weltkrieges zum Senden und Entschlüsseln geheimer Nachrichten genutzt- anlässlich ihrer Frühlingsauktion für Wissenschaft, Technologie und Spielzeug für 81.158 € (100.000 $) verkauft wurde. Die Maschine verkaufte sich für das 10-fache des Schätzpreises. Ihre nächste Auktion ist für Fotographie und Film ist für den 22. September festgesetzt. www.Breker.com

Einen Weltrekordpreis für die teuerste Kamera, die jemals verkauft wurde, erzielte dieses Frühjahr das Wiener Auktionshaus WestLicht. Eine Test-Kamera der Leica 0-Serie von 1923, geschätzt auf 300.000 € (379.000 $), erreichte den erstaunlichen Preis von 2.160.000 € (2.729.857 $) infolge eines Hagels von direkten, telefonischen und Internetgeboten. Bereits zum 5. Mal kann WestLicht damit sagen, die teurste Kamera der Welt versteigert zu haben. Sie werden am 23. und 24. November wieder Foto- und Kameraauktionen durchführen. www.WestLicht.com

Schwarzenbach Auktionen, Zürich, nehmen noch bis Ende Juli Objekte für Ihre nächste Auktion internationaler Briefmarken entgegen. Die Auktion findet am 19. und 20. Oktober statt und schließt Einzellose aus der Schweiz, Liechtenstein, Europa und Übersee ein. Für Details besuchen Sie www.Schwarzenbach-Auktion.ch.

Das Auktionshaus Gut Bernstorf in Kranzberg, Deutschland, wird am 14. Juli eine große Auktion für Kunst und Antiquitäten durchführen. www.GutBernstorf.de



ADDITIONAL IMAGES OF NOTE

Eine wundervolles Sommerziel für Antiquitäten und Architektur: Das Kunst- und Auktionshaus Hagenburg. Foto mit freundlicher Genehmigung von Auktionshauses Hagenburg. 

Diese seltene Meissener Gruppe von Kindern, eine Gestaltung des frühen 20. Jahrhunderts von Konrad Hentschel, soll in der Auktion am 30 Juni 24.000 Euro ($30,028) einbringen. 

Ein ca. 1840 aus Kirsch- und Nußbaumwurzelholz hergestellter norddeutscher Biedermeier-Sekretär, ausgepreist mit 3.500 Euro ($4,413), in den Verkaufsräumen des Kunst- und Auktionshauses Schloss Hagenburg. Foto mit freundlicher Genehmigung durch Auktionshaus Schloss Hagenburg

Diese Enigma Chiffriermaschine aus 1938, gebaut von Chiffriermaschinen A.G. Heimsorth und Rinke aus Berlin, ging für 81.158 € (100.000 $) an einen amerikanischen Käufer. Foto mit freundlicher Genehmigung durch Auction Team Breker.

Last Updated on Monday, 18 June 2012 16:42
 

Auktiongesprache: Antico Mondo

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Written by HEIDI LUX, Auction Central News International   
Tuesday, 17 April 2012 14:54

Dieser Artikel brachte 15.000 € (19.620 $). Foto mit freundlicher Genhemigung von Antico Mondo.

Von außen betrachtet, wirkt das schmucke Geschäftshaus an der Sürther Hauptstr. 143 in Köln, Sürth, wie jedes andere. Aber hinter dieser simplen Fassade werden einige der weltweit gsuchtesten antiken Spielzeuge versteigert.

Geschäftsführer Christian Gärtner ist stolz, dass Antico Mondo sein bescheidenes Quartier seit seiner Gründung 1999 erhalten hat, während ein enthusiastisches Publikum internationaler Spielzeugsammler bedient wird. Es gibt keine Pläne in ein apartes Auktionshalle umzuziehen, da das über den Kopf wachsen würde.

Antico Mondo bleibt unverändert bei der 12,50 € (16,35 $) Frachtgebühr plus Mwst. ohne weitere Kommissionsgebühren für den Verkäufer. Diese attraktiven Konditionen bringen eine große Auswahl interessanter Spielzeuge für ihre Auktionen, welche vier mal im Jahr im März, Juni, September und Dezember stattfinden.

Buntes Zinnspielzeug, Modellzüge und –wagons, Puppen, Teddybären und Figürchen von 1900 bis 1970 sind die Basis dieser Verkäufe. Aber seit einiger Zeit bietet Antico Mondo auch historische Werbeanzeigen und Schreibinstrumente an.

In der März Auktion brachte das Los 8564, ein 33 x 51 cm emailliertes Persilschild aus den 1930igern, 2.600 € (3.400 $). Persil Waschpulver ist auch heute noch eine vertraute Marke in Deutschland und das Schild, darstellend eine Frau die frisch gewaschene Wäsche aufhängt, war eines der drei bekannten, die noch existieren.

Während viele Emaillschilder für 30, 50 oder 100 € rausgingen, trug die seltene und makellose Qualität es Persilschildes zum ersteigerten Wert bei.

Ein Top-Highlight der Auktion war Los 4028, ein Modell 2014 Bahnhof aus Zinn von der Firma Märklin in Göppingen, Baden-Würtemberg. Dieser Artike brachte 15.000 € (19.620 $). Während sich die Vorkriegserstausgabe dieses Bahnhofs in gutem Originalzustand befand, machten es kleine Details wie das kunstvolle Mansardendach und auf dem Bahnsteig wartende, gut gekleidete Figuren zu einem ganz besonderen Spielzeug.

Aber schließlich sind es Kindheitserinnerungen, die ein universelles Interesse an antiken Spielzeugen entzünden. Antico Mondo wird die nächste Auktion am 9. Juni durchführen. Seit 2006 werden ihre Auktionen auch gleichzeitig im Internet durchgeführt, geboten könnten auch über LiveAuctioneers.com abgegeben werden. Für weitere Details besuchen Sie bitte www.Anticomondo.de.

 

Ein herzliches Willkommen unseren neuen Mitgliedern

 

Live Auctioneers heißt vier neue Mitglieder aus der deutschsprachigen Auktionsszene willkommen.

Kunst und Design, Zürich, ist ein Teil von Frey’s Assets, bekannt für ihre Hilfe für Kunden in ausgezeichnete Kunst zu investieren. Ihre nächste Auktion, zeitgenössische und klassische Kunst II, wird am 19. April stattfinden. www.Freys-Assets.com

Auktionshaus Dannenburg in Berlin ist spezialisiert auf Kunst und Antiquitäten, Varia und Spielzeug. Ihre nächste Auktion findet am 18. und 19. Juni statt. www.Auktion-Dannenburg.de

Auktionshaus Schloss Hagenburg, welches einen Besuch des historischen Schlosses wert ist, welches die Firma beherbergt, veranstaltet drei bis vier Auktionen pro Jahr für antike Möbel, Kunst, Teppiche, Uhren, Beleuchtung und andere inrichtungsgegenstände. Ihre Webseite hat einen Sofortkaufbereich, wodurch das ganze Jahr über Anschaffungen möglich sind. www.SchlossHagenburg.de

Kastern Kunstauktionen haben eine lange Tradition im Verkauf wertvoller Kunst. Sie veranstalten vier bis fünf Auktionen pro Jahr in ihrem Hannoveraner Quartier, zusammen mit laufenden Auktionen. Die nächsten Auktionen finden am 20. und 21. April statt, sowie am 7. Juli. www.Kastern.de

 

Bevorstehende Exponate

 

Der internationale Antikuhrenmarkt ist angesetzt für den 28. und 29.April in der Wolfwinkelhalle in Eisenbach. Dises ist das fünfzehnte Jahr, an dem dieser populäre Markt stattfindet, wo Besucher mehr als 80 Händler erwarten können.

 

Kunstsammler sollten in ihrem Kalender die Kunst 43 Basel vermerken, welche in diesem Jahr für den 14. bis 17. Juni in Basel, Schweiz, geplant ist. Es werden Arbeiten von mehr als 2.500 Künstlern aus dem 20. und 21. Jahrhundert präsentiert. Für eine detailliere Liste der Ausstellen besuchen Sie bitte www.ArtBasel.com.



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Dieser Artikel brachte 15.000 € (19.620 $). Foto mit freundlicher Genhemigung von Antico Mondo.

Wie eine frische Briese, brachte dieses Emaillschild von Persil 2.00 € (3.400 $). Foto mit freundlicher Genhemigung von Antico Mondo.

Das Auktionshaus Schloss Hagenburg bot einen Salonspiegel mit Halbedelsteinbesatz, der einen kleinen Blick auf die Einrichtung des Schloses gestattet. Foto mit freundlicher Genhemigung von Auktionshaus Schloss Hagenburg.

Blumen am Fenster, 1984, von dem Stuttgarter Maler Alfred Wais (1905-1988) kommt in der nächsten Auktion bei Kastern zur Versteigrung. Foto mit freundlicher Genhemigung von Auktionshaus Kastern Kunstauktionen.

Last Updated on Tuesday, 17 April 2012 16:05
 

Auktionsgespräche: Auktionsexperten unterwegs

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Written by HEIDI LUX, Auction Central News International   
Monday, 20 February 2012 14:53

Das Gemälde “Löwenbändiger” von Max Beckmann holte 846.000 Euro im Herbst 2011 auf der Auktion für moderne Kunst im Kunsthaus Lempertz, Köln. Ihre nächste Auktion für moderne Kunst findet am 22.Mai statt. Foto mit freundlicher Genehmigung von Kunsthaus Lempertz.

Falls Sie diesen Winter an die Tür eines Auktionshaues klopfen, könnte es sein, das Ihnen niemand antwortet. Nun, das ist vielleicht nicht die ganze Wahrheit, jedoch sind Experten vieler größerer deutschsprachiger Auktionshäuser sind in diesem frostigen Wetter unterwegs, um herausragende Objekte für ihre nächsten Auktionen zu finden. Das ist die bestmögliche Gelegenheit für alle Sammler, welche darüber nachdenken, ein Kunstwerk oder eine Antiquität zu verkaufen, zunächst aber die Möglichkeit eines Fachgesprächs mit einem Sachverständigen in Anspruch nehmen würden, bevor sie ihr Objekt in die Hände eine angesehenen Auktionshauses übergeben.

Ketterer Kunst, München, hat mit 20 Stationen einen der umfassensten Tourenpläne. Zusätzlich zu ihren Besuchen in Hamburg und Düsseldorf, wo sie über Büros verfügen, werden sie auch in Österreich, der Schweiz, Italien, Belgien, den Niederlanden, der Tschechischen Republik und den USA anzutreffen sein.

„Dieses sind einige unserer wichstigsten Regionen und unser Klientel schätzt sehr den persönlichen Kontakt“, merkt Robert Ketterer, Geschäftsführer von Ketterer Kunst, an: „Es macht es für sie sehr viel leichter, wenn sie ihre Werke nicht verpacken und zu uns bringen müssen, um den Standpunkt oder die Schätzung eines Experten zu bekommen.“.

Sammler lieben die Chance über ihre Sammlungen sprechen zu können und die Auktionsexperten begrüßen gern neue und zurückkehrende Kunden. Nicht an jeder Station der Tour erscheint ein neues Objekt Alter Meister, dennoch ist der gegenseitige Austausch gut.

„Im Hinblick auf Alte Meister oder sogar die Top Gemälde moderner Kunst wird es immer schwieriger, erstklassige Stücke zu beschaffen, da sich die meisten wichtigen Werke in Museen oder Dauersammlungen befinden. Im Gegensatz zu zeitgenösischer Kunst sind die Künstler bereits verstorben und es ergibt sich nur sehr selten Gelegenheit, dass eines ihrer Hauptwerke auf dem Aktionsmarkt erscheint.“, konstatiert Ketterer, „Eines der erstaunlicheren Stücke, was wir anlässlich einer Taxierung beschaffen konnten, war Otto Griebels Wasserfarben Gemälde ‚Zwei Frauen‘. Es wurde auf 30 – 40.000 € geschätzt und brachte zum Schluss 158.000 €.“

Das Griebel Gemälde ist eine Rarität. Ein großer Teil der Werke des Dresdener Künstlers wurde absichtlich zerstört, nachdem sie in eine 1937 von den Nazis organsierte Ausstellung „entarteter Kunst“ einbezogen waren, mit dem Ziel, moderne Kunst lächerlich zu machen. Griebels verbleibende Werke wurden während der Bombardierung Dresdens im Februar 1945 schmerzlich dezimiert.

Als eine greifbare Investition im Klima unsicherer Aktienmärkte und Weltwährungen, ist solch ein Werk mit Seltenheitswert sehr attraktiv. Robert Ketterer berichtet, das Jahr 2011 war mit Verkäufen in Höhe von 29 Millionen Euro das finanziell erfolgreichste der Firmengeschichte.

Steigende Preise ziehen potentielle Verkäufer zu den Expertentagen und könnten uns in näherer Zukunft unerwartete Schätze bescheren.

Für einen Termin oder den kompletten Plan der Expertentage besuchen Sie www.KettererKunst.de

Hier weitere Beispiele anderer Auktionshäuser mit Experten auf Tour, möglicherweise ganz in Ihrer Nähe:

Dr. Fischer Kunstauktionen, Heilbronn, in München 1.-2. März; Hamburg und Bremen 7.-9. März; Zwiesel und München 18.-20. März. Terminvereinbarung erwünscht. Kontaktieren Sie www.Auctions-Fischer.de

Hauswedell & Nolte, Hamburg, werden am 29. Februar in Stuttgart sein; München am 2. März; Zürich am 5. März; Freiberg am 7.März. Terminvereinbarung erwünscht. www.Hauswedell-Nolte.de

Karl & Faber Kunstauktionen GmbH, München, am 29. Februar in Offenburg; Düsseldorf 5.-7. März; Karlsruhe 7.-8. März; Kölln und Bonn 7.-9. März; Nürnberg 14.-16. März; Salzburg 21.März; Innsbruck 23.März. Terminvereinbarung erwünscht. Kontaktieren Sie www.KarlundFaber.de

Lempertz, Kölln, in San Francisco am 21.-23. Februar; Paris 23.-24. Februar; Münster 24. Februar, in der Schweiz am 28. Februar sowie 1.-2., 8.-9. März. Terminvereinbarung erwünscht. www.Lempertz.com

Quitenbaum Kunstauktionen, München, in Parma am 1.März, Brüssel 6. März; Wien und Salzburg 5.-7. März. Terminvereinbarung erwünscht. www.Quittenbaum.de



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Quittenbaum Kunstauktionen plant seine nächste Auktion für afrikanische Stammeskunst für den 26.Juni. Die Guere, Liberische Maske, aus Holzfasern und Glocken, holte 4.400 Euro zur Stammeskunstauktion in 2010. Foto mit freundlicher Genehmigung von Quittenbaum Kunstauktionen.

Das Gemälde “Löwenbändiger” von Max Beckmann holte 846.000 Euro im Herbst 2011 auf der Auktion für moderne Kunst im Kunsthaus Lempertz, Köln. Ihre nächste Auktion für moderne Kunst findet am 22.Mai statt. Foto mit freundlicher Genehmigung von Kunsthaus Lempertz.

Diese farbenfrohe 1955 Murano Vase, Pollio Perelda (Entwurf), Fratelli Toso, brachte 12.500 Euro bei Dr. Fischer Kunstauktionen, europäisches Glas und Studio Glas Auktion im Oktober 2011. Ihr nächster Verkauf findet am 17. März statt. Foto mit freundlicher Genehmigung von Dr. Fischr Kunstauktionen.

Eines von Otto Griebels seltenen Gemälden, Zwei Frauen, 1924, wurde wiederentdeckt als es ein Kunde zu einem Expertentag von Ketterer Kunst brachte. Foto mit freundlicher Genehmigung von Ketterer Kunst.

Last Updated on Monday, 20 February 2012 15:52
 

Auktionsgespräche: Die Kunst des Schutzes

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Written by HEIDI LUX, Auction Central News International   
Tuesday, 29 November 2011 15:03

Katalogbild für Karsten Klingbeils zweiteilige Auktion, “The Art of Protection”, beinhaltet des Künstlers beträchtliche Sammlung an Bewaffnung und Krustentieren. Foto mit freundlicher Genehmigung von Pierre Bergé & Associés and Hermann Historica.

Historische Jahrbücher sind angefüllt mit Taktiken und Ergebnissen von Kriegen. Deren Nebenhandwerke werden oft übersehen. Bildhauer- und Gebäudemogul Karsten Klingbeil aus Berlin hat die letzten 50 Jahre damit verbracht, eine erstaunliche Sammlung handgefertigter Waffen und Rüstungen zusammenzutragen, welche die europäische Kulturhistorie vom ersten Jahrtausend bis 1650 dokumentiert.

Die Sammlung von 600 Objekten wird in einer zweiteiligen Gemeinschaftsauktion beginnend am 13. Dezember bei Pierre Bergé & Assotiés, Brüssel, verkauft. Der zweite Teil dieser Auktion wird im Juni 2012 bei Hermann Historica oHG, München, stattfinden. Überaschenderweise werden zusätzlich zu 40 vollständigen Rüstungen, 120 Helmen, Schwertern, Schilde und Gewehren auch konserviert aufbewahrte Krustentiere Teil dieses Verkaufs sein.

Der Grund dafür ist offensichtlich. Herrn Klingbeils tiefes Interesse daran, wie die menschliche Form in handgeschmiedetem Metall gekleidet und geschützt wurde, genauso wie die Vertreter dieser tierischen Spezies durch ihre eigenen natürlichen “Rüstungen” geschützt werden.

“The Art of Protection”, wie der Verkauf betitelt ist, schließt viele Schätze ein, die nicht oft zum Verkauf stehen: eine mailändische Rüstung aus dem 16. Jh. mit komplizierten Prägungen und vergoldet von Kopf bis Fuß, welche dem Meister Pompeo della Chiesa zuzurechnen ist; ein für Wolf Dietrich von Raitenau, Fürsterzbischof von Salzburg, hergestellter dekorativer venezianischer Paradeschild aus dem 16. Jh. sowie ein für die sächsischen Kürfürsten gemachter Paradesäbel mit korallenbesetztem Heft, 1620-30.

Einige der Stücke befanden sich früher im Besitz solch bedeutender Persönlichkeiten wie William Randolph Hearst und Lord Astor of Hever.

Karsten Klingbeil selbst ist so interessant wie seine Samlung. Im Alter von 14 Jahren wusste er bereits, dass er Bildhauer werden möchte und verfolgte diesen Traum, allerdings kam ihm das Leben dazwischen. Nach seiner Entlassung aus der Kriegsgefangenschaft während des 2. Weltkrieges, kehrte er nach Berlin zurück und finanzierte sein Kunststudium mit dem Austragen von Zeitungen und einem Beschäftigungsservice für Studenten. Er gründete eine Baufirma, welche sehr erfolgreich war. Als Geburtstagsgeschenk zum 60. Geburtstag für sich selbst verkaufte er seine Firma, um sich fortan vollständig der Bildhauerei widmen zu können.

Thema seiner Skulpturen ist, nicht überaschend, die menschliche Form. Und als Künstler schreibt er nicht vom Krieg, sondern davon, wie Menschen in Harmonie mit ihrer natürlichen Umgebung leben. Vielleicht ist das der Grund, dass für ihn die Zeit seiner Rüstungssammlung abgelaufen ist.

Was auch immer für ein Grund dahinter steckt, “The Art of Protection” ist eine Waffen- und Rüstungsauktion, die lange im Gedächtnis bleiben wird.

Für Details zur Auktion besuchen Sie bitte www.Hermann-Historica.de, für Herrn Klingsbeils Skulturen besuchen Sie bitte www.KarstenKlingbeil.com.

Bevorstehende Auktionen:

6.-11. Dezember: David Feldmann, Genf. Briefmarken, Briefumschläge und Sammlungen zu Themen wie Olympische Soiele, Belgien und Schweiz. www.DavidFeldmann.com

8.-10. Dezember: Auktionshaus Kaupp, Sulzburg, hält 3 Auktionen bereit. Schmuck und Armbanduhren am 8. Dezember, moderne und zeitgenössische Kunst am 9. Dezember und Kunsthandwerk, Antiquitäten sowie Gemälde am 10. Dezember. www.kaupp.de

9. Dezember: VAN HAM Kunstauktionen, Köln, verkauft klassische und zeitgenössische Fotographien. www.van-ham.com

9.-10. Dezember: Kunsthaus Lempertz, Köln, Asian Kunst. www.Lempertz-online.de

10. Dezember: Ketterer Kunst, München, bietet einen Verkauf moderner Kunst, Kunstwerke nach 1945 und zeitgenösische Kunst. www.kettererkunst.de



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Katalogbild für Karsten Klingbeils zweiteilige Auktion, “The Art of Protection”, beinhaltet des Künstlers beträchtliche Sammlung an Bewaffnung und Krustentieren. Foto mit freundlicher Genehmigung von Pierre Bergé & Associés and Hermann Historica.

Dieses im türkischen Stil geprägte çiçak, Nürmberg, 1560-1580, wurde höchstwahrscheinlich aus einem türkischen Arsenal während des türkisch-ungarischen Krieges gestohlen. Schätzpreis 30.000 – 40.000 euros ($39,700 to $52,900). Foto mit freundlicher Genehmigung von Pierre Bergé & Associés and Hermann Historica.

Sammler des “weisen Goldes”, d.h. Meisner Porcellan, werden eine bevorstehende, sehr interessante Auktion bei Bonhams, London, a, 7. Dezember sehen können. Ein Set von fünf Augustus Rex Vasen im orientalischen Stil, ca. 1734, wird schätzungsweise für  £ 300,000 to 500,000 (350,000 – 583,000 euros/ $480,000 – $800,000) verkauft. Foto mit freundlicher Genehmigung von Bonhams.

Fächer in der Art von Wang Jian (1598-1677) . Landschaft. Tusche auf Papier, Bambus. Schatzpreis 800 euros ($400). Foto mit freundlicher Genehmigung von Kunsthaus Lempertz.

Last Updated on Tuesday, 29 November 2011 16:02
 

Auktionsgespräche: Preise für schweizerische Künstler höher denn je

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Written by HEIDI LUX, Auction Central News International   
Wednesday, 21 September 2011 12:43

Mit nahezu 1,33 Mio Euro (1,8 Mio $) ist dieser Tisch das teuerste asiatische Möbelstück, was Deutschland bisher auf einer Auktion verkauft wurde. (Foto mit freundlicher Genehmigung von Nagel Auktionen, Stuttgart.)

Manchmal macht es einfach Spaß, einen Schritt zurückzutreten und zu sehen, was sich gut verkauft. In letzter Zeit scheinen die Preise für schweizerische Künstler zu steigen.

Wenn ein Name in der schweizerischen Kunst ein Begriff ist, dann ist es Giacometti. Die Kunstwerke sowohl des Vaters Giovanni Giacometti (1868-1933), welcher in farbenreichem impressionistischen Stil malte, als auch des Sohnes Alberto (1901-1966), der für schmächtige menschliche Skulpturen bekannt ist, brachten erstaunlich hohe Preise auf Auktionen.

Alberto Giacometti’s Walking Man I verblüffte die Kunstwelt, als es zu einem Rekordpreis von 92,5 Millionen Dollar (67,2 Millionen Euro) durch die Dresdner Bank bei Sotheby’s London verkauft wurde.

Im Juni diesen Jahres brachte Giovanni Giacometti‘ Haus und Weg in Capolago, 1921, bei einer Auktion in Zürich 1,4 Millionen Euro (1,9 Millionen Dollar) ein. Da das Bild Die Mutter, 1911, bei einer Christie’s Auktion in Kunsthaus Zürich 2007 fast drei Millionen Dollar (2,18 Millionen Euro) brachte, blieben die Preise für seine Bilder beharrlich hoch.

Der Maler Albert Anker (1831-1910) hat seine Karriere vielleicht damit verbracht, Menschen in einfachen, alltäglichen Situationen zu zeichnen. Dennoch werden für seine Bilder weit mehr als nur alltägliche Preise gezahlt.

Die Dobiaschofski Auktionen AG verkaufte im letzten Mai das 1882er Bildnis eines Mädchens für 220,000 Schweizer Franken (251,000 Dollar). Der für das frei ausgeführtes Ölportrait geschätzte Wert von 70,000 Schweizer Franken (79,000 Dollar) wurde mehr als verdoppelt. Im Juni wurde ein nur wenig größeres, aber feineres Paar Kinderporträts von Anker für 7,3 Millionen Schweizer Franken (8,5 Millionen Dollar) in Zürich versteigert.

Sowohl Deutschland als auch die Schweiz erheben Anspruch auf den Expressionisten Paul Klee (1879-1940). Unumstritten ist allerdings die Magie seiner Unterschrift auf Auktionen. Sein Gemälde Tänzerin, 1932, verkaufte sich im letzten Juni bei Christie’s London für über 6 Millionen Dollar (4 Millionen Euro).

Kunstwerke der schweizerischen Maler Ferdinand Hodlers (1853-1918), Cuno Amiet (1868-1961) und Felix Vallotton (1865-1925) erbrachten durchgehend steigende Ergebnisse bei Auktionen. Sammler schätzen die Bilder wegen des klassischen Genres und der fein wiedergegebenen Abbildungen, mit welchen es sich leicht leben lässt.

Im Hinblick auf die Zukunft wollen Kunstsammler vielleicht einen Blick auf diese aktiven schweizerischen Künstler werfen:

Urs Fischer (1973) wird als teuerster lebender Künstler der Welt unter 40 bezeichnet. Fischer kreiert aufwändige Installationen aus Malereien, Skulpturen, Collagen und überraschenden Elementen wie lebendigen Vögeln oder frischem Obst. Eine seiner titellosen Arbeiten wurde im letzten Mai bei Christie’s New York für 6 Millionen Dollar (4,3 Millionen Euro) verkauft.

Peter Fischli und David Weiss, ein seit 25 Jahren existierendes schweizerisches Künstlerduo, sahen ihre bekannteste Arbeit Der Lauf der Dinge im Jahr 2008 für 700,910 Dollar (512,486 Euro) bei Christie’s Zürich versteigert. Dieser Film dokumentiert die Kettenreaktion lebloser Objekte, welche durch die clevere Nutzung des Dominoeffekts und chemischer Reaktionen in Bewegung gesetzt werden.

Schließlich erreichten Ugo Rondinone’s Multimedia-Bilder, maßstabsgerechte Zeichnungen und Skulpturen Preise im Bereich zwischen 450,000 und 500,000 Dollar (324,000 bis 360,000 Euro). Ein solcher Preisaufschwung ist unüblich für einen lebenden Künstler.

 

Deutscher Rekord erreicht für chinesischen Tisch

Mit nahezu 1,33 Millionen Euro ( 1,8 Mio $) als letztes Gebot, kehrte ein aus rotem Sandelholz geschnitzter Tisch der Qianlong Dynastie aus dem 17. Jh. zu seinen kulturellen Wurzeln zurück. Ein Käufer aus Hong Kong gab das Zuschlagsgebot bei Nagel Auktionen GmbH & Co. KG, Stuttgart, auf die Auktionsnummer 665 am 27. August ab. Damit brach dieser Preis den deutschen Rekord, welcher auf einer Auktion für ein einzelnes chinesisches Möbelstück geboten wurde. Er übertraf damit bei weitem auch den durch Nagel veranschlagten Schätzwert von 65.000 Euro (89.000 $) für eine siebenteilige Gruppe chinesischer Möbelstücke, welcher auch dieser Tisch ursprünglich zugeordnet war, die insgesamt für 2,6 Mio Euro (3,56 Mio $) verkauft werden konnte. Dieser Preis beinhaltet auch das Aufgeld. Der Tisch stammt ursprünglich aus dem Nachlass von Dr. Edmund Dipper (1871-1933), des früheren Direktors des Deutschen Hospitals in Peking. Der Verkäufer kaufte es zu einer Zeit, als derartige Antiquitäten sehr wenig wertgeschätzt wurden. Der größte Teil dieser Objekte wurde in der Stuttgarter Auktion an Käufer aus China abgesetzt.

 

Kommende Auktionen:

 

23. bis 24. September – Auktionshaus Michael Zeller, Lindau. 110. internationale Bodensee Auktion einschließlich afrikanischer Stammeskunst, asiatischen Kunsthandwerks, Gemälde aus dem 19th und 20th Jh., plus Möbel, Porzellan und viel mehr. www.zeller.de

 

24. September – Dr. Fischer Kunstauktionen, Trappensee-Schlösschen, Heilbronn. Auf ihrer 200. Jubiläums Auktion werden 200 Meisterwerke der Malerei, Skulpturen, Art Deco und Jugendstil Glaskunst zu Verkauf gebracht. www.auctionsfischer.de

 

1. Oktober – Auction Team Breker, Köln. Fotographie- und Filmauktion inklusive Stereofotokarten, Spionage- und Neukameras sowie Fotographien. www.breker.com

 

5. bis 6. Oktober – Nagel Auktionen GmbH & Co. KG, Stuttgart. Kunst und Antiquitäten. www.nageauktionen.de

 

7. bis 8. Oktober – Schwarzenbach Auktion, Zürich. Internationale Briefmarken, Briefe und Postkarten mit einem Schwerpunkt auf der Schweiz, Liechtenstein und Europa. www.schwarzenbach-auktion.ch

 

19. bis 22. Oktober – Galerie Bassenge, Berlin. Dekorative Grafiken, wertvolle Bücher, Autogramme und ein Spezailkatalog von Karl May. www.bassenge.de

 

23. bis 25. November – Gerhard Hirsch Nachfolger, München. Antike Münzen und Medaillons, Antiquitäten. www.coinhirsch.de

 

23. bis 25. November – Galerie Fischer Auktionen AG, Luzern. Moderne und zeitgenössische Gemälde, Alte Meister, schweizer und russische Kunst, Kunst und Kunsthandwerk und Möbel, Silber und Schmuck. www.fischerauktionen.ch

 

24. bis 26. November – Villa Grisebach Auktionen GmbH, Berlin. Das Auktionshaus begeht sein 25 jähriges Bestehen mit 5 verschiedenen Auktionen – klassische und zeitgenössische Fotographie, ausgesuchte Arbeiten der Kunst des 19. Jh. und die „Third Floor“ Auktion mit Kunstobjekten eines Schätzwertes bis zu 3000 Euro. www.villa-grisebach.de

 



ADDITIONAL IMAGES OF NOTE

Albert Ankers kleines, frei ausgeführtes Ölportrait eines Mädchens, 1882, geschätzt auf 70.000 Schweizer Franken, verkauft für 220.000 Schweizer Franken (251.000 $) bei Dobiaschofsky Auktionen AG.( Foto mit freundlicher Genehmigung von Dobiaschofsky Auktionen)

 

Landschaft mit Bauer, Junge und Ziege,’ 1914, von August Macke, eine der anlässlich Villa Grisebach’s  25 jähriger Jubiläumsauktion angebotenen Stücke. (Foto mit freundlicher Genehmigung von Villa Grisebach Auktionen GmbH)

 

Dieser bunte „Grosser Adler 91“ mit einen Druckfehler in der oberen linken Ecke und ein roter Poststempel „Genf 1847“, geschätzter Verkaufspreis 500 Schweizer Franken (565 $) im Oktober. (Foto mit freundlicher Genehmigung von Schwarzenbach Auktion Zurich.)

 

Last Updated on Thursday, 22 September 2011 09:40
 

Auktionsgespräche: Im E-Book-Zeitalter wollen die Sammler noch immer das Original besitzen

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Written by Heidi Lux, Auction Central News International   
Wednesday, 15 June 2011 16:12
Dieses lateinische Manuskript auf Pergamentpapier, 'Stundenbuch,' vermutlich von Rouen, Frankreich, circa 1470-80, erzielte 55.000 EUR bei Venator & Hanstein Buch und Graphikauktionen, Köln. Photo freundlichst überlassen von Venator & Hanstein. Es war ein bescheidenes kleines Buch mit einer dünnen Goldprägung und in waldgrünem Leder gebunden. Die erste Ausgabe von Alexander Puschkins "Die Fontäne von Bachtschissaraj" aus dem Jahre 1824 war heiss begehrt und der Preis erreichte nach

geschätzten 450 EUR eine fünfstellige Höhe.

"Es waren dann nur 2 Bieter, die um das Buch bis zum Schluss kämpften. Es wurde sehr ruhig im Saal als dies passierte", sagte Dr. Markus Brandis, Direktor der Buchabteilung von Bassenge Kunst und Buch Auktionen GbR, Berlin.

Der Hammer fiel bei überraschenden 55.000 EUR. Der Gewinner war russischer Herkunft und Teil eines Trends, dass wohlhabende Russen ihre Literatur und Kultur zurückkaufen, bemerkte Brandis.

In einem Zeitalter, wenn E-books leicht bedeutende Verkaufszahlen erzielen, wollen Sammler noch immer das Ursprungswerk in ihren Händen halten.

Die Buchverkäufe haben sich bei Bassenge seit dem Jahre 2007 verdreifacht, beobachtete Brandis. Ihre letzte Auktion brach die zwei Millionen-Marke. Dies war teilweise auf den steigenden Wert von Wiegendrucken zurückzuführen. Wiegendrucke sind die mit beweglichen Lettern gedruckten Schriften, die zwischen 1454 und und dem 31. Dezember 1500 hergestellt wurden.

Vor 25 Jahren waren Institutionen, Bibliotheken und Museen die Mehrheit der Kunden von Bassenge. Heute machen sie wegen ihres engeren Budgets nur 20-25% des Geschäftes aus. Privatkunden, die von Kinderbüchern bis zu alten Atlanten und Reiseprotokollen alles suchen, kaufen den Hauptanteil.

„Sie sammeln wirklich alles, was wir anbieten,“ sagte Brandis.

"Unsere Kunden kommen aus der ganzen Welt,“ bemerkte Auktionator Piet van Winden von Adams Amsterdam. „Private Sammler, Gelehrte und Anstalten waren von Beginn an im Jahre 2009 bei uns.“

Van Winden führt den wachsenden Kundenbestand auf ihre unorthodoxen Marketing-Techniken zurück. Dazu gehören die Vorabausstellungen bei De Bijenkorf, dem grössten Geschäft am Dam Square in Amsterdam und im Hauptquartier der ING Bank in Antwerpen. Seit Frühling werden ihre Auktionen auch im bedeutenden Het Grachtenhuis

aus dem 17. Jahrhundert abgehalten, was auch ein Kanalmuseum beherbergt. "Wir mieteten Busse an, um alle Belgier zu

empfangen, die über unsere Auktion Hugo-Klaus in ihren Zeitungen lasen“, sagten van Winden.

Als hervorragenden Verkauf bezeichnete er einen Stedenboek oder Städteatlas, von Joan Blaeu, welcher im Oktober 2010 für 340.000 EUR versteigert wurde. Der Zustand und der Inhalt spiegeln den herausragenden Preis wieder. Es sind Kartenzeichnungen des 17. Jahrhunderts, welche intakte Pläne und Diagramme für alle Städte, Festungen und Belagerungen der Holländer umfasst.

“Seien sie nicht zu grosszügig mit dem Zustand der Bücher, die sie kaufen,” rät van Winden. "Es ist immer deprimierend, wenn man auf eine bessere Ausgabe stösst, als die schlechtere Ausgabe, die man gerade erworben hat." Es ist faszinierend, wenn man

in der Lage ist, eine Originalausgabe wie diese in den Händen zu halten oder solch seltene Arbeiten in seiner eigenen Bibliothek zu haben. Aber kann man es riskieren, eine 40.000 EUR Ausgabe von "Le Capital" von Karl Marx, wie sie in der Auktion von

Bassenge angeboten wurde, zu berühren - oder lässt man sie besser und sicher im Bücherregal?

"Getraut man sich, die antiken Bücher zu berühren? Man sollte zuerst die Hände waschen, aber man sollte mit diesen Nimbus aufhören, dass sie heilig sind“, sagte Brandis. "Sie wurden gemacht, um gelesen zu werden. Oftmals ist das Papier, der Klebstoff und die Bindung bei antiken Büchern besser als bei modernen Büchern.“

Wenn man nach der Lagerung von antiken Büchern fragt, bemerkt Peter Kiefer von Kiefer Buch und Kunst Auktionen, Pforzheim: "Selbsverständlich - also kaum erwähnenswert - trockene Räume und keine extremen Temperaturänderungen.“

„Erhalten Sie sie, wie sie sind“, empfiehlt van Winden. "Wenn Sie alte Bücher mögen, müssen Sie feststellen, dass Sie nur der vorübergehende Besitzer sind, und Sie werden nicht die Person sein wollen, die sie in einigen Minuten verdirbt, nachdem sie für hunderte Jahre konserviert wurden.“

 

Willkommen bei Live Auctioneers für das Mitglied “E.P. Deutsch Auctioneers”

Nur wenige Auktionshäuser können auf eine Familiengeschichte von 120 Jahren im Antiquitätengeschäft zurückblicken. Das neue Mitglied bei Live Auctioneers E.P. Deutsch Auctioneers, Wien, hat eine solche Historie. Seit dem ersten Handel in 1890 zum Ausgleich ihrer Finanzen avancierten Antiquitäten zu einer Berufung der Familie und wurden deren Hauptgeschäftszweig.

Nach dem 1. Weltkrieg eröffnete die Familie zwei Geschäfte im historischen Zentrum Wiens, wurden allerdings mit Beginn des 2. Weltkrieges wieder aufgegeben. Hugo Deutsch eröffnete 1949 in London und Friedrich Deutsch 1954 in Wien jeweils ein Geschäft, wo 1972 auch mit der Durchführung von Auktionen begonnen wurde. Beide Geschäfte existieren noch.

Paul Deutsch führt seit 1985 das Wiener Auktionshaus. Hier ist man spezialisiert auf europäische Antiquitäten des 18. bis 20. Jahrhunderts, wobei viele einzigartige und außergewöhnliche im Mix der Versteigerungsojekte zu finden sind. Für weitere informationen besuchen Sie www.deuart.at

 

Kommende Auktionen

30. Juni und 1. Juli – Hampel Kunstauktionen, München. Möbel, Gemälde, Bücher und viel mehr. www.hampel-auctions.com

2. Juli - Dr. Fischer Kunstauktionen, Glasauktionen in Zwiesel, www.auctions_fischer.de

6. Juli – Neumeister, München, Alte Kunst. www. Neumeister.com

8. und 9. Juli – Allgäuer Auktionshaus, Kempten. Große Sommer-Auktion mit Glas, Silberware, Porzellan, Religiöse Kunst, Spielzeug, Bierkrüge und Varia. www.allgaeuer-auktionshaus.de


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Beschreibende Literatur, Puschkins 'Die Fontäne von Bachtschissaraj,' inspiriert durch musikalische Werke wie Schwanensee erhöhten den kulturellen Wert. Die erste Ausgabe aus dem Jahre 1824 wurde für 55.000 EUR bei Bassenge verkauft. Photo freundlichst überlassen von Bassenge Kunst und Buch Auktionen, GbR. Leicht farbige Holzschnitte erzählen die Geschichte: 'Leben der heiligen Altväter' (Vitae sanctorum partum, sive Vitas partum), von Hieronymous; Augsburg, Peter Berger, 1488. Verkauft für 40.000 Euro bei Bassenge. Photo freundlichst überlassen von Bassenge Kunst und Buch Auktionen, GbR. Eine DeWit Ausgabe aus dem siebzehnten Jahrhundert des Kartenzeichners Joan Blaeu 'Stedenboek' oder Städteatlas, erzielte 340.000 EUR bei Adams Amsterdam. Photo freundlichst überlassen von Adams Amsterdam. Peter Kiefer bemerkt, dass qualitativ hochwertige alte Reiseprotokolle sehr gefragt sind, wie 'Bilder aus Palästina, Nord-Arabien und die Sinai' von B. Moritz, welche für 16.000 EUR verkauft wurden. Photos freundlichst überlassen von Kiefer Buch und Kunst Auktionen, Pforzheim.
Last Updated on Wednesday, 21 September 2011 12:56
 

Auktionsgespräche: Frühlingsauktionen bieten einen Hauch von Wiener und russischem flair

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Written by Heidi Lux   
Monday, 11 April 2011 14:11
Aus der Kollektion von Dolf Selbach bei Villa  Grisebach, eine Öl, Wasserfarbe und Tinten Arbeit; Papier auf Leinwand, von Friedensreich Hundertwasser, 1957. Foto mit freundlicher Genehmigung von Vila Grisebach. Frühling bringt in der deutschsprachigen Welt auch immer den Wunsch mit sich, an zwei Orten gleichzeitig sein zu können. Verführerische Auktionen finden fast jedes Wochenende statt aber leider es ist unmöglich, alle gleichzeitig zu besuchen.

Seit der Eröffnung in 2001 haben Kunsthistorikerin, Auktionärin und Besitzerin Carolin Bergner und ihre Partner hart gearbeitet, um das Auktionshaus „Von Zezschwitz Kunst und Design“ als Spezialist für Art Deco, Jugendstil, Modernes Design und zeitgenössische Kunst zu etablieren.

Die Auktion vom 14. April diesen Jahres in Ihrer Münchner Galerie, hat mit der Versteigerung von Objekten des Art Deco, Jugendstil sowie der Angewandten Kunst des 19. und 20. Jh. nicht enttäuscht.

Schwerpunktmäßig wurden 600 verschiedene Objekte Wiener Einrichtungsgegenstände angeboten, einschließlich mehrere Stücke des Designers Josef Hoffmann. Nachdem das Patent der Thonet Brüder zum Einsatz von Bugholz gegen Ende des 19. Jh. auslief, war Hoffmann einer derjenigen, welche damit begannen, dieses Holz für ihr Design zu nutzen. Von besonderem Interesse ist Hoffmann’s Bugholz Schreibtisch mit Messingnieten in Schwarz und Grün von ca. 1901, hergestellt durch Jacob und Josef Kohn, Wien. Dieser Schreibtisch, hier Positionsnummer 551, wird für geschätzte 18.000 € ($ 25.632) verkauft.

Von Zezschwitz plant eine Auktion für Design und Murano Glas am 15. April. Diejenigen unter Ihnen, welche an moderner und zeitgenössischer Kunst interessiert sind, sollten sich den 19. Mai im Terminkalender vormerken. Die Kataloge können online angesehen werden, unter www.von-zezschwitz.de.

Dr. Fischer Kunstauktionen, ansässig im Trappenseeschlößchen im Heilbronn, ist bekannt für Glas Auktionen. Aber sie haben sich außerdem mit der Versteigerung russischer Ikonen und Kunstwerke eine ganz spezielle Nische geschaffen. Zur Auktion am 14. April werden reichlich Silber, Porzellan, Glas und andere handwerkliche Objekte russischer Herkunft angeboten. Das schließt russische Posterkunst genauso ein, wie auch Gemälde die einen flüchtigen Blick auf russische Landschaften und Kultur erlauben.

Die in brillianten Farben und goldenem Glanz erstrahlenden Ikonen russisch orthodoxer Religion, nehmen einen zentralen Platz in dieser Auktion ein. Am oberen Ende der Skala rangiert Objekt Nr. 102, eine 68 x 56 cm große Ikone, welche die Taufe Christi zeigt (entstanden um 1600). Die traditionelle, vertikal 3-geteilte Komposition mit Christus im Zentrum, gehalten von Johannes dem Täufer zu seiner Rechten und drei Engeln zu seiner Linken. Diese Arbeit hat einen Schätzpreis von 22.000 € ($31.328).

Wie auch immer, es existiert eine große Preispanne zwischen diesem Kunstwerk und kleineren, neueren Ikonen. Startpeise liegen hier bei 120 € bis 150 € ($171- $214) pro Objekt.

Dr. Fischer Kunstauktionen hat die nächste Kunst- und Antiquitätenauktion für den 14. Mai 2001 geplant. Die Kataloge können online angesehen werden, unter www.auctions-fischer.de

 

Live Auctioneers heißt neue Mitglieder willkommen

 

„Wir haben mit großen Auktionshäusern wie Dorotheum und Christie’s genauso so zusammengearbeitet wie mit Privatkunden und haben uns nun entschieden, auch online Auktionen auszuprobieren.“, erklärt Simon Jahn, Eigentümer von The Jahn Gallery, Paul-Ehrlich-Gasse 23, Wien.

Die in 2007 eröffnete Galerie vertritt Künstler aus Europa, den USA, Bali und Indonesien auf Auktionen weltweit. Jetzt planen sie Aktionen für ihre nicht künstlerischen Kunden über www.LiveAuctioneers.com abzuhalten. Die Eröffnung der neuen Ausstellungs- und Auktionsmöglichkeit ist für Oktober in Wien geplant. Ihre website. www.jahngallery.com, soll ab Mai nutzbar sein.

 

Bevorstehende Auktionen

 

28. April bis 12. Mai – Hermann Historica oHG, versteigert 7.700 Objekte einschließlich Antiquitäten, Waffen, Handwerkliches, Jagdartikel und Militärisches. www.hermann-historica.com

 

3. und 4. Mai – Quittenbaum Kunstauktion, München, zweitägige Auktion bietet Jugendstil, Art Deco und moderne Kunst; Metal, Silber, Schmuck und Bronzen wird am 4. Mai angeboten. www.quittenbaum.de

 

13. Mai – Die Lempertz Frühlings Kunstgewerbe auktion in Köln ist angefüllt mit Porzellan, Möbeln, Schmuck, Miniaturen und mehr. www.lempertz.de

 

14. Mai – Ketterer Kunst bietet „moderne Kunst mir der Sammlung Schiefler“ in München. Diese Auktion konzentriert sich auf Expressionismus einschließlich Arbeiten von Emil Nolte und Erich Heckel. www.kettererkunst.de

 

26. bis 28. Mai – Bassenge Kunst- und Buchauktionen, Berlin, führt dreitägige Auktion für Druckgraphiken aus dem 15. bis 19. Jh., Gemälde Alter und Neuerer Meister /

Zeichnungen des 15. bis 19. Jh., und moderne Kunst, www.bassenge.com

 

26. bis 28. Mai – Villa Grisebach, Berlin, bietet Auswahl der Sammlungen von Dolf Selbach. Willi Baumeister, Friedensreich Hundertwasser, Paul Wunderlich, Pablo Picaso, Andy Warhol und andere zeitgenössische Künstler. www.villa-grisebach.de

 

28. Mai – WestLicht Auktion, Wien, bietet eine köstliche Auswahl von antiken und zeitgenösischen Fotos, einschließlich der außergewöhnlichen Daguerreotypie Porte Notre Dame von Auguste Rosalie Bisson, 1842, geschätzt auf 60.000 – 80.000 Euro ($86.716 – $115.621). www.westlicht.com

 

 



ADDITIONAL IMAGES OF NOTE
Bugholz Schreibtisch entworfen von Josef Hoffmann, ca. 1901. Foto mit freundlicher Genehmigung von Zezschwitz Kunst und Design. Hermann Historica’s Losnr. 3630, ein eisernes Schwert aus Norddeutschland von ca. 1640. Schätzpreis 12.000 Euro ($ 17.344). Foto Urheberrecht Hermann Historica, 2011. Diese russische Ikone zeigt die Taufe Christi, gemalt um 1600, Schätzpreis 22.000 € ($ 31.328). Foto mit freundlicher Genehmigung von Dr. Fischer Kunstauktionen. Eine frühe Daguerreotypie Porte Notre Dame von Auguste Rosalie Bisson, 1842, geschätzt auf 60.000 bis 80.000 Euro ($ 86.716 – 115.621) bei WestLicht. Foto mit freundlicher Genehmigung von WestLicht Auktion.
Last Updated on Monday, 11 April 2011 14:43
 

Auktionsgespräche: BDK setzt stille Arbeit im Kampf gegen Kunstfälschungen fort

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Written by Heidi Lux, Auction Central News International   
Tuesday, 08 February 2011 11:02
Markus Eisenbeis, Direktor und Auktionator von Van Ham Kunstauktionen, Köln und Vorstandsmitglied des Bundesverbands deutscher Kunstversteigerer Foto freundlichst überlassen von Van Ham Kunstauktionen | Edgar R. Schöpal. Gegen mindestens 4 Personen wird im mutmasslichem Kunstfälscherskandal in Deutschland ermittelt. Im bedauerlichen Fall wurden Kunstexperten und bedeutende Kunsthäuser düpiert. Der Schaden könnte sich auf mehrere Millionen Euros belaufen.

In Anbetracht dieser Umstände ist es nicht überraschend, dass der Bundesverband deutscher Kunstversteigerer (BDK) Kunstfälschungen bekämpft. "Die Datenbank der kritischen Werke wurde von mir vor ca. 5 Jahren für den Bundesverband der Deutschen Kunstversteigerer (BDK) initiiert" berichtete Markus Eisenbeis, Direktor und Auktionator von Van Ham Kunstauktionen Köln. Ursprünglich stellte er sich die Datenbank als einen Platz vor, in dem die Mitglieder des BDK Informationen über fragliche Kunstwerke eingeben und teilen konnten.

Die Datenbank war nicht als Verzeichnis vergessener Kunstwerke gedacht, sondern als Verzeichnis von Kunstwerken mit einer zweifelhaften Herkunft oder mit einer problematischen Vergangenheit. Die Informationen aus der Datenbank sollte nur den BDK Mitgliedern zur Verfügung stehen und von diesen erweitert werden.

"Da die Akzeptanz jedoch hinter meinen Erwartungen lag, liess ich mir als Vizepräsident des BDK im Dezember 2009 von den Mitgliedern das Budget für eine Projektstelle genehmigen. Diese ist auf diverse Experten, Künstlererben und –archive zugegangen, um deren erfasste Fälschungen in die Datenbank einpflegen zu lassen. Somit sind mittlerweile über 1.000 Werke eingepflegt und die Datenbank steht auf einem soliden Fundament, das jedoch stets weiter ausgebaut wird".

Eisenbeis und der BDK zeigen sich auch weiter rechtlich und finanziell dafür verantwortlich, falls die Datenbank um andere deutsche Kunstorganisationen erweitert werden sollte. Nur wenn die Zusammenarbeit und die finanzielle Unterstützung der deutschen Kunstorganisationen an der richtigen Stelle gebündelt wird, wird die Datenbank mit anderen internationalen Kunstorganisationen verlinkt, sagte Eisenbeis vorausschauend. Das Teilen dieser Informationen mit anderen Kunstfachleuten könnte die Ausdehnung von Fälschungen auf der internationalen Kunstszene massiv aufhalten.

Im Falle des angeblichen deutschen Kunstfälscherskandals war die Vorgehensweise besonders hinterhältig. Niemand wird so unverfroren sein und in einer Galerie oder in einem Auktionshaus eine Kopie von Leonardo DaVinci's Mona Lisa anbieten. Das wäre zu offensichtlich gewesen. Statt dessen wurden weniger bekannte Künstler des frühen 20. Jahrhunderts wie Johannes Molzahn, Heinrich Campendonk, Max Pechstein und andere gewählt. Die Gemälde galten als unbekannt, erschienen nicht im Verzeichnis der Künstler und waren nie fotografiert worden. Die Herkunft war überzeugend, aber erfunden.

"In Wirklichkeit ist es oft nur sehr schwer möglich, wenn man keine Informationen vom Einlieferer erhält. Oft sind es die Erben, die einliefern und die Stücke undokumentiert geerbt haben und auch selber kein Wissen um die Gegenstände haben", sagte Eisenbeis.

"Dies gilt allgemein für das untere Preissegment, insbesondere für das Kunstgewerbe, da es sich hierbei oft nicht um Unikate handelt", so Eisenbeis.

Eisenbeis empfiehlt, dass Leute, die authentische künstlerische Arbeiten suchen, nicht versuchen sollten ein Schnäppchen zu machen, sondern nur bei seriösen Auktionshäusern und Kunsthändlern kaufen sollten. Sie sollten, wenn möglich ein Zertifikat von einem international bekannten Kunstexperten erhalten.

Bei allen Künstlern, deren Arbeit teuer ist, besteht die Gefahr der Fälschungen. Insbesondere werden bei solchen Künstlern oft nicht die Ölgemälde, sondern Aquarelle und Zeichnungen gefälscht, da diese oft nicht vollständig dokumentiert sind. Gefahr besteht auch bei Künstlern, um die sich nicht ein kompetenter Nachlass bzw. ein Archiv kümmert."

Als Auktionator tritt Eisenbeis sorgfältig heran, wenn ein Meisterwerk von Rubens oder Picasso einem deutschen Auktionshaus angeboten wird. Er ist genug realistisch, nicht zu glauben, dass es ein erstes auserlesenes Meisterwerk ist Er hält Misstrauen für angebracht, wenn teure Kunst preiswert angeboten wird und es keine Konkurrenz gibt. Gemälde, über 100 Jahre alt im perfekten Zustand, lassen bei ihm ebenso die Alarmglocken klingen wie seltene Arbeiten, die zu oft auftauchen.

"Wir haben z.B. im Frühjahr 2010 ein Gemälde des Expressionisten Arnold Topp aus dem Jahr 1918 versteigert. Im Herbst wurde uns wieder ein Gemälde aus diesem Jahr angeboten. Ein anderes Auktionshaus hatte auch im Frühjahr 2010 ein Werk aus dem Jahr 1918. Diesen Kollegen habe ich im Herbst kontaktiert und auch er hatte wieder ein Werk aus dem Jahr 1918. Beide Werke haben wir naturwissenschaftlich untersuchen lassen. Eines stellte sich dabei als Fälschung heraus (Gott sei Dank nicht von unserem Auktionshaus)."

Wissenschaftliche Methoden scheinen Fälschungen aufdecken zu können. Eines der Gemälde des angeblichen Kunstfälscherskandals enthält wohl eine Farbrezeptur, welche zum Zeitpunkt der Herstellung des Werkes nicht erhältlich war. Die moderne Farbe war der Ansatzpunkt, der zu weiteren Ermittlungen führte. Und während der volle Umfang des Schadens noch nicht bekannt ist, können sogar Museensammlungen betroffen sein. Unterdessen setzen Eisenbeis und die BDK ihr Projekt fort, um den Kauf von echten Kunstwerken sicherer zu gestalten. Eisenbeis erwartet, die Gespräche mit anderen deutschen Kunstorganisationen dieses Jahr wieder aufzunehmen, um die BDK- Datenbank der fraglichen Arbeiten zu erweitern.

 

Ergebnisse

Die Hoffmeister-Sammlung Meissner Porzellans, welche bei Bonham (London) angeboten war, erzielte einen Auktionserlös von 3.553.000 Euros. Der Verkauf brachte viele Stücke in den Besitz der ursprünglichen Familien, die diese einstmals besassen. Prinzessin Gloria von Thurn und Taxis holte einen Meissner Unterteller mit einem Wappen für einen Zuschlag von 6.390 EUR zurück, der für Thurn und Taxis hergestellt worden war. Nur zwei andere notierte Stücke dieses Wappengedeckes existieren noch.

Ein anderes erstaunliches Auktionsresultat im Dezember 2010 war der Hammerpreis für das „Kinderköpfchen“ von Ernst Ludwig Kirchner bei Ketterer Kunst, München.

Diese Übergangsarbeit des Expressionisten aus dem Jahre 1906 erzielte nach seiner Schätzung von 400.000 EUR dann 1.740.000 EUR.

Doebele Galerie & Kunstauktionen sind in ihre neue Zweigniederlassung in der Gartenstraβe 3c, Berlin gezogen. Der Raum ist in der Nähe ihrer existierenden Galerie, die gegenwärtig Max Ackermann - Finale Pastelle zeigt.

 

Künftige Auktionen

Februar

15. Februar: Quittenbaum Kunstauktionen, München. „La Dolce Vita“ Design und Murano Glas; Sammlung Dolf Selbach - Jugendstilglas www.Quittenbaum.de

15. und 16. Februar: Gerhard Hirsch Nachfolger, München. 1.400 antike Kunstobjekte aus Glas, Stein, Ton und Metall; 17. und 19. Februar: Münzen und Medaillen. www.Coinhirsch.de

 

März

3. und 4. März: Yves Siebers Auktionen GmbH, Stuttgart. Kunst, Antiquitäten und Spielzeug, einschliesslich der Sammlung Großherzogliche Majolika-Manufaktur wie M. Heinze, W. Süss und A. Müller www.Siebers-Auktionen.de

5. März: Schmidt Kunstauktionen, Dresden. Gemälde des 17.-19. Jh., Porzellan, Antiquitäten und Kunsthandwerk www.Schmidt-Auktionen.de

12. März:Anticomondo GmbH, Köln. Spielzeugauktionen. www.Anticomondo.de

12. März: Leipziger Münzhandlung und Auktion Heidrun Höhn. Münzen und Medaillen.

www.Numismatik-Online.de

14. bis 17. März Sotheby’s, Amsterdam; Auktion Rai Theatre, Amsterdam. Wohltätigkeitsversteigerung vom Eigentum der Königin Juliana der Niederlande. www.Sothebys.com

26. März: Auction Team Breker, Köln. Photographica und Film. www.Breker.com

 

 


ADDITIONAL IMAGES OF NOTE
Lot 74 Bonham’s London. Verkauf der Hoffmeister Sammlung Meissner Porzellan, welches von der Prinzessin Gloria von Thurn und Taxis erworben wurde, um es zurück in den Familienbesitz zu bringen, für diese es ursprünglich hergestellt wurde Foto freundlichst überlassen von Bonham’s London. Die bedeutende impressionistische Arbeit ‚Kinderköpfchen’ von Ernst Ludwig Kirchner wurde für 1.740.000 Euros von Ketterer Kunst in München verkauft. Foto freundlichst überlassen von Ketterer Kunst. Robert H. Sterl ‚Bauernjunge vor Strohballen,’ Öl auf Leinwand, 1892. Foto freundlichst überlassen von Schmidt Kunstauktionen.
Last Updated on Tuesday, 08 February 2011 12:19
 
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