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Auktionsgespräche

Auktionsgespraeche: Das ganze haus

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Written by HEIDI LUX, Auction Central News International   
Tuesday, 04 November 2014 15:25

Hinteransicht von Brigitte IV zeigt die Aufstellung auf abfallendem Untergrund auf Burg Kipfenberg. Riemerschmids einfaches Holzhaus hat praktische hölzerne Läden für Privatsphäre und Isolierung.

MÜNCHEN – Wenn Sie in der Einfachheit gut gestalteter "Arts and Crafts" wohnen möchten, ist dafür ein ungewöhnliches Objekt auf dem Markt erschienen. Quittenbaum in München versteigert ein ganzes Haus, welches in den 1920igern von dem renommierten Maler, Architekten und Designer Richard Riemerscheid entworfen wurde.

Es gibt nur 2 Bedingungen: Erstens muss das zerlegbare Haus auseinandergenommen werden und der Käufer muss es auf einem passenden Grundstück wieder zusammensetzen. Zweitens muss das Grundstück im Freistaat Bayern gelegen sein, weil sich das Haus auf der bayrischen A Liste für historische Sehenswürdigkeiten befindet. Qittenbaum schätzt, dass sich dieses 1926iger Beispiel von Brigitte IV für ca. 100.000 bis 150.000 € (127.000 – 190.000 $) verkaufen wird.

Das Haus ist ein schönes Beispiel für die Reform Architektur, welche in Deutschland nach dem 1. Weltkrieg aufkam. Riemerschmids Design wurde in einem Katalog angeboten und kam in verschiedenen Größen. Die Kunden konnten aus einer Vielzahl von vorinstallierten Möbeloptionen wählen, wie z.B. Schränken, Vitrinen and Bänken wählen. Nussholz und Eiche gibt der Hauseinrichtung eine dunkle aber dennoch gemütlichen Reiz. Riemerscheid bot auch bewegliche Einrichtungsgegenstände an, welche zur selben Zeit wie das Haus selbst bestellt werden konnten.

Arbeiter aus dreckigen, überbevölkerten Gebieten waren glücklich in die von Riemerscheid gestalteten Gartengemeinschaften ziehen zu können. Die Häuser waren einfach aber angenehm. Der Weg zur Arbeit war kurz. Insbesondere dieses Brigitte IV ist ein mittelgroßes, zweigeschossiges Beispiel, hergestellt und zusammengesetzt durch die Münchener Firma Kowalsky & Glasser. Der erste Standort war die Jaisserstr. 33 in Pullach bei München.

Renate und Peter Schuck, Jugendstilsammler und jetzige Eigentümer des Hauses, lebten einen Traum aus durch die Gestaltung mit Gemälden von Riemerscheid, Möbeln, Geschirr, Gläser, Tischdecken und –läufer, genauso wie durch Arbeiten von Designern aus anderen Perioden. Es wurde ein überwältigendes privates Museum. Brigitte IV steht bequem auf Schucks Grundstück, Burg Kipfenberg im Altmühltal, aber das Paar will sich jetzt nicht nur vom Haus selbst, sondern auch von dessen erstaunlichen Inhalt trennen.

Richard Riemerschmids Arbeit spannt den Bogen zwischen verschnörkeltem Jugenstil und robuster britischem "Arts and Crafts". Von dem einen die Anmut nehmend und vom anderen die Praktikabilität, entwarf er Designs, die hübsch waren aber auch in größeren Mengen produziert werden konnten. Die Deutsche Werkstätten für Handwerkskunst in Dresden-Hellerau und Meisen Porzellan waren zwei Unternehmen, die sein Design zum Leben erweckten.

Schrecklich seltene Materialien in Deutschland nach dem 1. Weltkrieg machte Holz zum Material der Wahl für Riemerschmids Gebäude. Das Brigitte IV, welches Quittenbaum anbietet, wurde höchstwahrscheinlich mit Sägemehl gedämmt. Die brillante Idee zur Wiedernutzung dieses Nebenprodukts hielt Riemerschmids Häuser gemütlich warm. Um alle Objekte für die Auktion am 13. November zu sehen besuchen Sie bitte www.quittenbaum.de.

 

Kommende Auktionen

Nov. 14-15: Auction Team Breker, Köln - Wisenschaft & Technik, Büro Antik, Spielzeug. www.Breker.com

Nov. 17-23: Vienna Art Week, Podiumdiskussionen in Palais Dorotheum; Auktionen Moderne Kunst, Juwelen und Armband Uhren. www.Dorotheum.com

Nov. 20-22: Auktionshaus Selzer, Rüdesheim am Rhein, antiquarische Eisenbahnen, Dampfmaschinen, Blechspielzeug. http://www.selzer-toy-auction.com

Nov. 26-29: Villa Grisebach, Berlin, Herbst Auktionen mit KUnst von der 19 Jahrhundert, Fotographie, Moderne Kunst, u.v.m. www.Villa-Grisebach.de

Nov. 29: Anticomondo, Köln, 900 Positionen Bücher aus der Zeit von 1720 bis ca. 1960, meist Bilder- und Kinderbücher. www.anticomondo.de

Nov. 29: Dr. Fischer Kunstauktionen, Heilbronn, Kunst & Antiquitäten. www.Auctions-FIscher.de



ADDITIONAL IMAGES OF NOTE

Hinteransicht von Brigitte IV zeigt die Aufstellung auf abfallendem Untergrund auf Burg Kipfenberg. Riemerschmids einfaches Holzhaus hat praktische hölzerne Läden für Privatsphäre und Isolierung. 

In einer gemütlichen Ecke von Brigitte IV: Korbsessel von Theodore Reimann aus Dresden, 1906, (geschätzt €1200 to 1500 – $1,500 to 1,900 pro Sessel);  Eichenholzstanduhr von Deutsche Werkstätten, Hellerau, 1908 (€800 to 1000 – $1,200 to 1,275); Bierseidel von Villeroy & Boch, 1900 (€150 to 300 – $190-382 per stein); blaue Reinhold Merkelbach Enghalsvase, 1903 (€1400 to 1800 – $1,785 to 2,295). Foto mit freundlicher Genehmigung von Quittenbaum Kunstauktionen GmbH. 

Im Speisezimmer ein Richard Riemerschmid Teppich für die Villa Rittmeister Jännicke, Colmar, 1905 (€3600 to 4500 - $4,590 to 5,700);  raffinierter Eicheneckschrank von Deutsche Werkstätten, Hellerau, 1911 (€800 to 1200 - $1,020 to 1,500); und an der Wand ein Landschaftsgemälde von Riemerschmid, 1932 (€1500 to 2000 – $1,900 to 2,550). Foto mit freundlicher Genehmigung von Quittenbaum Kunstauktionen GmbH.

Große Porcellanschale mit Deckel gestaltet von Richard Riemerschmid für StPM Meissen, 1903-05. Geschätzt €600 to 700 ($765 to 893). Foto mit freundlicher Genehmigung von Quittenbaum Kunstauktionen GmbH.

“Sonntagsreiter”, dieses Holzspielzeug aus ca. 1904 kommt mit separater Erläuterung der möglichen Positionen des Reiters. Richard Riemerschmid, Dresdener Werkstätten. Geschätzt €800 to 1200 – $1020 to 1530. Foto mit freundlicher Genehmigung von Quittenbaum Kunstauktionen GmbH.

Das große Bett des Schlafzimmers von Brigitte IV. Richard Reimerschmid, Dresdener Werkstätten, 1905. Das Haus verfügt auch über ein Mädchenschlafzimmer. Foto mit freundlicher Genehmigung von Quittenbaum Kunstauktionen GmbH.

Richard Riemerschmids Keramikbowle mit Deckel in Kobaltblau, hergestellt von Reinhold Merkelbach, Grenzhausen, 1906. Geschätzt €600 to 800 – $756 to 1,020. Foto mit freundlicher Genehmigung von Quittenbaum Kunstauktionen GmbH.

Last Updated on Tuesday, 04 November 2014 16:09
 

Auktionsgespraeche: Der Stuhl

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Written by HEIDI LUX, Auction Central News International   
Tuesday, 07 October 2014 13:17

Hans J. Wegner in einem seiner erinnerungswürdigsten Stühle. Foto mit freundlicher Genehmigung von Design Museum Denmark.

SAXONY, Deutschland – Fabrikmäßig produzierte Möbel vor 1950 waren tendenziell dunkel, schwer und oft unbequem. Aber 1949 mündete die Suche eines Mannes nach bequemen, wohl gestalteten Sitzmöbeln in einer Sensation, welche zu einem Wandel führte, was jedermann in seinem Wohnzimmer haben wollte.

"Nur ein guter Stuhl" dokumentiert die Suche des Designers Hans J. Wegner nach dem perfekten Sitzplatz. Das Design Museum Dänemark in Kopenhagen zeigt diese umfangreiche Ausstellung bis zum 7. Dezember 2014 und ist die Reise für alle deutschen Liebhaber des Dänisch Modernen Stils wert.

Sogar als Student der dänischen Möbelschule kombinierte Wegner's Großartigkeit Stromlinien mit einer perfekten Balance der Formen. Seine Zeichnung für einen Satz Besteck, schlicht mit einer einfachen Verjüngung am oberen und unteren Ende jedes Einzelteils, spielt auf seinen Möbelstil an.

Es gab einen Moment, als jeder an der Schule über einen chinesischen Holzstuhl mit geschwungener Lehne staunte, hergestellt ohne Verwendung von Nägeln oder Leim. Dieser Moment war der Durchbruch für Wegner, der später mit geschwungenen Formen für Stuhllehnen experimentierte, wie auch mit einem Windsor basierten Design, welchen er "Pfauenstuhl" nannte.

Wegner's Modernismus war inspiriert von einfachen Geräten, welche Menschen über die Jahrhunderte nutzten. Man braucht nur zu sagen "Bootpaddel", um die Aufweitung und Verengung der hölzernen Armstützen seiner Stühle zu verstehen, "Speer" um die Verjüngung der Stuhlbeine zu definieren.

Als Wegner's neues Stuhldesign auf der Cabinetmakers Guild Exhibition in Kopenhagen 1949 erschien, stellte es den Gegensatz zu den traditionellen Möbeln dar. Leichtgewichtig aufgrund des Designs mit durchbrochenen Lehnen und leicht in der Optik wegen des verwendeten Naturholzes, war "Der Runde" Wegner gemäß erfrischend spärlich und doch komfortabel.

Das Magazin Interiors veröffentlichte 1950 einen Artikel über "Den Stuhl" und Amerika geriet aus der Fassung über den neuen Stil. Der Stuhl ging in die Massenproduktion, nervös überwacht von Wegner, um die handwerkliche Qualität kompromisslos sicherzustellen. Der Stil wurde so populäre, dass CBS Wegner Stühle für die Fernsehdebatte der Präsidentschaftskandidaten Nixon und Kennedy kaufte.

Wegner hörte nie auf, seine Vorstellung des perfekten Stuhls zu voranzutreiben. So entwarf er mehr als 500 Sitzmöbel, fortfahrend, diese größer, ästhetisch angenehmer und komfortabler zu gestalten. Obwohl er 2007 starb, inspiriert eine Arbeit weiterhin Designer. Sie ist auch als Sammelobjekt geeignet. Abhängig von Alter, Material und Zustand muss man mit mehr als 800 € (1000 $) Kaufpreis für einen seiner einfachen Stühle rechnen.

Die Ausstellung im Design Museum Dänemark zeigt viele Design Höhepunkte aus Wegners sehr produktiven Leben. Und im Unterschied zu manch anderen derartigen Ausstellungen, kann man die Ausstellungstücke tatsächlich benutzen.

Wenn Sie eine Reise nach Dänemark unternehmen, sollte man das Fuglsang Kunstmuseum in der weiten Landschaft Lollands nicht verpassen. Es präsentiert einen exzellenten Überblick über dänische Kunstgeschichte, mit Meisterwerken von P.C. Skovgaard und Anna Ancher. Der weise, würfelartige Anbau des britischen Architekts Tony Fretton ist in sich selbst Teil der gezeigten eines Kunstwerke. Es ist ein Raum mit 3 Glaswänden, welche optisch zwar wie Gemälde wirken aber tatsächlich einen gerahmten Ausblick auf die lebendige dänische Landschaft mit stürmischem Himmel und sich gemächlich bewegenden Schafen bieten.

Für mehr Informationen über beide Museen besuchen Sie bitte www.FuglsangKunstMuseum.dk und www.DesignMueseum.dk.

 

Kommende Auktionen

15-18 Oktober: Bassenge Buchauktionen, Berlin. Wertvoll Bucher, Autographen, Modern Literatur & Kunstdokumentation. www.Bassenge.com

17-18 Oktober: Schwarzenbach Auktion Zürich präsentiert Briefmarken und Postkarten aus Liechtenstein, Deutschland, der Schweiz und Westeuropa inkl. besondere Sammlungen über die Geschichte der Fliegerei. www.Schwarzenbach-Aution.ch

21-23 Oktober: Dorotheum, Wien. Alte Meister, Antiquitaten, Juwelen. www.Dorotheum.com

23-25 Oktober: Leipziger Münzhandlung & Auktion Heidrun Höhn kombiniert die September und Dezember Verkäufe in einer umfangreichen Herbstauktion. Feingold- und Silbermünzen sowie Medaillen aus Deutschland bilden den Großteil des Verkaufs, mit interessanten Ergänzungen aus Österreich und der Tschechischen Republik genauso wie Antiquitäten, Papiergeld, Aktienpapieren und altertümlichen Landkarten. www.Leipziger-Muenzhandlung.de

11-13 November: Quittenbaum Kunstauktionen, München: Art Nouveau und Art Déco; Privatsammlung Richard Riemerschmid; Böhmisches Glas aus der Elisabethhütte. www.Quittenbaum.de



ADDITIONAL IMAGES OF NOTE

Hans J. Wegner in einem seiner erinnerungswürdigsten Stühle. Foto mit freundlicher Genehmigung von Design Museum Denmark. 

 “Der Stuhl” in all seinen Farbvariationen. Wegner’s Design beinhaltetet die Stapelbarkeit und war somit gut geeignet für Masenproduktion und Transport. Foto von Heidi Lux.

Wegner’s Design für einen Stuhl mit Gabelbeinen von 1950. Foto mit freundlicher Genehmigung von Design Museum Dänemark. 

n's Auge springend und doch einfaches Design: Wegner’s zweiteiliger Schalenstuhl von 1963. Foto von Heidi Lux. 

 Das Fuglsang Kunstmuseum befindet sich in einer sehr einsamen Gegend, doch es beherbergt Beispiele der wichtigen Perioden dänischer Kunstgeschichte. Foto von Heidi Lux.

Last Updated on Tuesday, 07 October 2014 13:33
 

Auktionsgespraeche: Ladenburger

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Written by HEIDI LUX, Auction Central News International   
Thursday, 01 May 2014 15:16

Diese seltene Schule von Steiff mit reizvollen winzigen Details wie z.B. ein funktionierender Abakus und eine Kreidetafel. Foto mit freundlicher Genehmigung von Ladenburger Spielzeugauktionen.

LADENBURG, Deutschland –
 Mitzuerleben wie ein Museum schließt, ist nie ein freudvolles Ereignis. Aber als Katharina Engels die Türen Ihres Puppen- und Spielzeugmuseums in Rothenburg ob der Tauber im Januar schloss, erwies sich das als der erfreuliche Höhepunkt für Ihr Lebenswerk. Über 30 Jahre lang teilte sie Ihr Fachwissen über und Zuneigung für Spielzeug mit mehr als 2 Millionen Besuchern. Jetzt war es an der Zeit, ihre Favoriten ein letztes Mal mit Sammlern zu teilen, welche diese genauso hoch schätzen würden, wie sie selbst.

Für Ladenburger Spielzeugauktionen, mit welchen Engels zum Aufbau ihrer Sammlung eng zusammen arbeitete, markierte 2014 einen eigenen Meilenstein – 25 Jahre erfolgreich im Geschäft. Obwohl Auktionshäuser in den USA und Asien Interesse daran hatten, Engels Sammlung zu versteigern, wählte sie für die Durchführung des Verkaufs ihren zuverlässigen Freund Ladenburger Spielzeugauktionen.

Mehr als 1.300 Posten wurden an ein wertschätzendes Publikum versteigt, darunter auch eine seltene Schule des deutschen Spielzeugherstellers Steiff. Die entzückenden Schulbänke, Lehrbücher und rundgesichtigen Schülerpuppen steigerten sich vom Eröffnungsangebot von 2.800 € auf einen Endpreis von 15.500 €.

Posten 1144 war ein atemberaubendes Puppenhaus dekoriert wie ein Wiener Kaffeehaus im Stil des Biedermeier mit gotischen Details. Das Cafe war komplett mit kuchengefüllten Glasvitrinen und Gastpuppen in ihrer original 1880er Ausstattung. Die Gebote stiegen schnell von 3.800 € auf 16.500 € Verkaufspreis.

Großes Interesse wurde für einen Humpty Dumpty Circus des in die USA ausgewanderten Spielzeugherstellers Schoenhut gezeigt. Das bunte Zelt und die dazugehörigen Figuren inklusive eines "starken Mannes", Elefanten und Clowns brachte 8000 €.
Ladenburger Eigentümer und Auktionator, Götz Seidel, war erfreut, das 25jährige Firmenjubiläum dadurch markieren, Frau Engels ein letztes Mal zu bedienen zu können. www.SpielzeugAuction.de

Auktionshaus Kaupp, Sulzburg, läutet im 20igsten Jahr ihres Bestehens mit einem zweiteiligen Jubiläumsverkauf am 27. und 28. Juni auf Schloss Sulzburg. Gegründet 1994 in Staufen, hat sich Kaupp einen Ruf als Auktionator für Gemälde von Carl Spitzweg geschaffen. Aber in jüngster Zeit haben sie auf ihren Kunst- und Antiquitätenverkäufen auch herausragende zeitgenössische Kunst angeboten.

”Kaupp Modern” am 27. Juni setzt genau das mit Arbeiten, wie beispielsweise von Lyonel Feinigers skizzenhafter "Standansicht mit Kirche" in Wasserfarben fort; einem spontanen Stück in Pastell und Tinte von Hans Hartung und dem Super-8 Film und Band "Der Tisch", geschossen von Dietmar Kirves, eine Arbeit von Joseph Beuys und seinen Studenten in Düsseldorf, 1968, erfassend.

Das Anwesen des Barons Ruprecht Böcklin zu Böcklinsau, den letzten Besitzer des Schlosses Balthasar in Rust ist ein absoluter Höhepunkt bei "Kaupp Premium" am 28. Juni. Zahllose Möbelstücke und Sammlerobjekte aus dem Barock und frühen Barockperioden werden auf den Markt gebracht.
Sie vereinigen eine jetzt schon reiche Auswahl an Handwerkskunst, Antiquitäten inklusive Jugendstil und Art Deco sowie Gemälde aus dem 16. bis 19. Jahrhundert.
Kaupps zweitägiger Jubiläumsverkauf wird auch eine Auswahl von Schmuck und Uhren beinhalten, wie auch asiatische, afrikanische und ausländische Kunst. www.kaupp.de

Zur Feier ihrer 125jährigen Familiengeschichte als Auktionäre ist die Münzenhandlung Gerhard Hirsch Nachfolger in ein neues, geräumiges Quartier im Pranner-Plenum umgezogen, den früheren Sitz des bayrischen Landesparlaments in München. Das Auktionsunternehmen, welches auf Münzen, Medaillen und Altertümer spezialisiert ist, kauft und verkauft auch Goldbarren.
Hirsch Eigentümerin, Dr. Francisca Bernheimer, kann ihre Traditionslinie als Auktionatorin bis zu ihrem Großvater, Konsul Otto Bernheimer, zurückverfolgen, welcher Geschäftsführer der Kunstauktion "Haus Bernheimer" war, gegründet 1864. Ihr Vater, Dr. Ludwig Bernheimer, war ebenfalls Geschäftsführer des Unternehmens.

1888 führte der Urgroßonkel von Dr. Francisca Bernheimer, Otto Helbing, seine erste Auktion durch. Leider musste seine Firma aufgrund der politischen Entwicklung am Vorabend des 2. Weltkrieges die Pforten schließen. Das Familienmitglied Gerhard Hirsch eröffnete 1953 einen gewerblichen Handel mit Antiquitäten und seltenen Münzen unter seinem eigenen Namen. Dr. Francisca Bernheimer, eine Nichte Gerhard Hirschs, übernahm das Geschäft 1982 nach dem Tod ihres Onkels. Das Unternehmen führt 4 Auktionen pro Jahr durch, dann jeweils im Februar, Mai, September und November. Für weitere Details besuchen Sie bitte www.CoinHirsch.de.



ADDITIONAL IMAGES OF NOTE

Diese seltene Schule von Steiff mit reizvollen winzigen Details wie z.B. ein funktionierender Abakus und eine Kreidetafel. Foto mit freundlicher Genehmigung von Ladenburger Spielzeugauktionen.

Dieses liebevoll detaillierte Wiener Cafe, nur 69x57 cm groß, Posten Nr. 1144 in den Ladenburger Spielzeugauktionen, stieg vom Eröffungsgebot 3.800 € auf 16.500 €. Foto mit freundlicher Genehmigung von Ladenburger Spielzeugauktionen.

Jeder liebt Zirkus. Dieser, von Spielzeughersteller Schoenhut, wurde für 8.000 € verkauft. Foto mit freundlicher Genehmigung von Ladenburger Spielzeugauktionen.

Dieser eckiger Wasserkühler von Lyonel Feininger, 1955, wird bei Kaupp Moderner Verkauf erscheinen und hat einen Mindestpreis von 50.000 €. Foto mit freundlicher Genehmigung von Auktionshaus Kaupp.

Spontan und struppig, mit eindringlichen Farben, ist diese typische Arbeit in Pastel und Tinte von Hans Hartung. Mindestpreis 50.000 €. Foto mit freundlicher Genehmigung von Auktionshaus Kaupp.

Diese unbetitelte Bronzeskulptur von dem italienischen Transavantgarde Künstler Mimmo Paladino, ist die zweite von vier Versionen dieser geisterähnlichen Figur. Mindestpreis 13.000 €. Foto mit freundlicher Genehmigung von Auktionshaus Kaupp.

Der griechische Künstler Jannis Kounellis, einer der Gründer der Arte Povera Bewegung, ist bekannt für seine Arbeiten mit natürlichen und industriellen Materialien. Das 1989er Werk ist entworfen aus Stahl, Glas, Kohle sowie menschlichem Haar und hat einen Mindestpreis von 40.000 €. Foto mit freundlicher Genehmigung von Auktionshaus Kaupp.

Einbezogen in die ausländichen Gemälde bei der Kaupp Jubiläumsauktion ist das seltene bunte und aufwändige Gemälde

Dieser eiserne rote und grüne Drachenteller ist das Highlight bei Kaupps Auktion asiatischer Stücke. Dieser Teller aus der Zhenghde Periode stellt einen Drachen mit 5 Klauen dar, welcher nur der Nutzung durch den Kaiser und seinen höchsten Beamten vorbehalten war. Foto mit freundlicher Genehmigung von Auktionshaus Kaupp.

Last Updated on Tuesday, 07 October 2014 13:22
 

Auktionsgespraeche: Planen Sie Ihre Deutschlandreisen zweckmäßig

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Written by HEIDI LUX, Auction Central News International   
Monday, 17 February 2014 14:29

Diese lebhaft und delikat gemalte Emaill- und Silberikone von Ivan Petrovitch Khlebnikov, 1882, Zentralrussland, brachte 36.000 € (49.300 $) auf einer vergangenen Dr. Fischer Auktion. Foto mit freundlicher Genehmigung von Dr. Fischer Kunstauktionen.

GEITHAIN, Deutschland – Eine Familienreise bringt meine heimlichen Motive in den Vordergrund. Beginnen irgendwelche spektakulären Auktionen an unserem Reiseziel, irgendwelche aufwendigen Antiquitätenshows und natürlich irgendwelche Kunstgalerien, die man nicht verpassen sollte?

Um meine Reisepläne produktiver zu gestalten, entwarf ich einen Plan der mich dieses Jahr vergnügen sollte. Nicht eines dieser Reiseziele beinhaltet die üblichen Attraktionen wie reizvolle Aussichten, historische Architektur oder gastronomische Spezialitäten außer um dort zu sein, während die besonderen Auktionen stattfinden.

27.Feb.-3.März: Die großen Auktionen im Aktionshaus Mehlis in Plauen, Deutschland, beinhalten Jugendstil, Art Deco, dekorative Kunst und mehr. Ein Besuch des Plauener Spitzenmuseums ist ein Muss. www.mehlis.eu

28.Feb.-2.März: Kunstmesse in der klassischen Schönheit der Handelskammer im Zentrum Hamburgs. Antiquitäten und Kunsthändler präsentieren sich zum ersten Mal in dieser brandneuen Show, koordiniert durch Mendelssohn Messen & Ausstellungen GmbH.

8.März: Das Palais Dorotheum in Wien hat großartige Auktionen im ganzen Jahr. Aber für eine erfrischende Veränderung des Schauplatzes und der Künstler, versuchen Sie ihre Prager Kunst Auktion zu besuchen. www.Dorotheum.com

14.-15.März: Antico Mondo in Köln entzückt immer mit ihren Spielzeug und Werbungsauktionen. Sie dürfen Zinnspielzeug, Modellbahnen, Puppen und Teddybären in bestem Zustand erwarten, so wie auch eine reiche Auswahl an alten Werbeschildern. Falls Sie diese verpassen, gibt es ähnliche Auktionen am 13.-14. Juni, 29.-30. August und 28.-29. November. www.anticomondo.de

15. März: Auktionshaus Kloss, Berlin, hat eine große Auswahl von Antiquitäten. Und die Sehenswürdigkeiten in Berlin sind fast unendlich. www.Auktionshaus-Kloss.de

21.-22. März: Wien ist eine großartige Stadt um zu fotografieren wegen ihres Architekturmixes aber Fotogafierenthusiasten sollten Westlicht’s Foto und Kamera Auktionen nicht verpassen, bei der z.B. eine Hasselblad Kamera angeboten wird, die auch zum Mond gereist ist. www.Westlicht-Auction.com

10.April: Russische Kunst und Ikonen füllen die Halle bei Dr. Fischer Kunstauktionen im reizenden Trappensee-Schlösschen, Heilbronn. www.auctions-fischer.de

9.-12.April: Bassenge in Berlin-Grunewald führt eine Auktion wertvoller Bücher, dekorativer graphischer Kunst und Autogramme durch. www.Bassenge.com

25.-26.April: Ladenburger Spielzeugauktion führt im Frühjahr eine lustige Auktion durch, mit Puppenhäuser und Möbeln; Puppen, Käthe Kruse, Steiff Tiere und Teddybären, Blechspielzeug und Modelleisenbahnen, wie auch Weihnachtsschmuck. www.Spielzeugauktion.de

02.-03.Mai: David Feldmanns Briefmarkenauktion im Frühjahr in Genf, Schweiz, beinhaltet Briefmarken aus Indien, der Schweiz und Russland. www.davidfeldman.com

6.Mai: Quittenbaums in München sind bekannt für ihre Jugendstil und Art Deco Auktionen. Die perfekte Chance, um einen Reise in Stadt des Oktoberfests mit einigen überwältigenden Antiquitäten zu kombinieren. www.Quittenbaum.de

18.Juni: Wenn Sie sich in Köln nahe dem gewundenen Rhein aufhalten, Van Ham Kunstauktionen hat eine reichhaltige Verkauf dekorativer Kunst inklusive Gemälde Alter Meister, Möbel, Skulpturen, Silber, Porzellan und Schmuck. Also Bonus ist das Forum für Fotographie nicht weit entfernt. www.Van-Ham.de

19.-20 Juni: Die Galerie Kornfeld in Bern feiert ihr 150 jähriges Jubiläum und hat neben anderen Auktionen auch eine für Arbeiten von Marc Chagall. Die Auktionen finden absichtlich während der Art Basel vom 19.-22.Juni statt. www.Kornfeld.ch www.ArtBasel.com

28.Juni: Dr. Fischer Kunstauktionen in Heilbronn präsentiert die 25igste Glasauktion in Zwiesel, einer Stadt mit 700 jähriger Glasbläsertradition. Sammler strömen in Massen zu diesem Ereignis, wo letztes Jahr nahezu 900 Stück seltenen und glitzernden Glases verkauft wurden.

28.-30.August: Das Auktionshaus Selzer in Rüdesheim am Rhein führt seine traditionelle Sommerauktion durch. Sie sind bekannt für Modelleisenbahnen, welche auch im hauseigenen Museum ausgestellt werden. www.Selzer-Toy-Auction.com

29.-31.August: Die Antik Uhrenbörse in Furtwang, Schwarzwald, ist eine Spätsommersensation. Armbanduhren, Taschenuhren, Kaminuhren und alle erdenklichen Zeitmesser werden in dieser riesigen Show angeboten. www.antik-uhrenboerse.info

6.-8.Sept.: Das 1736 fertiggestellte Barockschloss Wotersen ist die Kulisse für einen wunderbaren Mix von Antiquitäten und das Herbstfest. Während die Antiquitätenhändler Schätze von Louis XVI, aus der Biedermeierzeit und Art Deco anbieten, findet der Herbstmarkt mit Verkauf von Käse, Wein, Wild bei Musik statt. www.wotersen.com

7.-8.Nov.: Die Autoenthusiasten unter Ihnen werden Spaß an einem Besuch der Automobilia Auktion Ladenburg haben. Das Auktionshaus handelt mit allem von Erinnerungsstücken an Autorennen und Werbekunst bis hin zu ganzen Autos. www.Autotechnikauction.de

9.Nov.: Wenn Sie edle Armband- oder Taschenuhren sammeln, finden Sie wichtige moderne und klassische Zeitmesser bei Antiquorum in Genf. www.Antiquorum.com

6.-8.Dez.: Das Auktionshaus Saure führt Auktionen für populäre Wiking Modelle vier Mal im Jahr durch. Das ist eine lustige Auktion in der Weihnachtszeit. www.Auktionshaus-Saure.de



ADDITIONAL IMAGES OF NOTE

Diese lebhaft und delikat gemalte Emaill- und Silberikone von Ivan Petrovitch Khlebnikov, 1882, Zentralrussland, brachte 36.000 € (49.300 $) auf einer vergangenen Dr. Fischer Auktion. Foto mit freundlicher Genehmigung von Dr. Fischer Kunstauktionen.

Gemälde, Öl auf Leinwand, von dem tschechischen Maler Vilém Kreibich, geschätzt auf 30.000 CK (1.500 $). Foto mit freundlicher Genehmigung von Dorotheum.

Hasselblad 500 “EL DATA CAMERA HEDC” genutzt von Jim Irwin während der vierten NASA Mission in 1971. “Camera 1038” ist die einzige von 14 Kameras, welche zurück auf die Erde kam. Die Kosmonauten haben entschieden, anstatt der Kameras Mondgestein mit auf die Erde zu bringen. Schätzpreis 150.000 bis 200.000 € (203.000 – 271.000 $). Foto mit freundlicher Genehmigung von Westlicht.

Jugendstilskulptur einer auf ihren Zehenspitzen laufenden Frau von Ferdinand Preiss. Geschätzt 7.000 – 9.000 € (9.400 -  12.200 $). Foto mit freundlicher Genehmigung von Quittenbaum.

Diese Berliner Aufsatzschale von KPM 1837-44. Porzellan, farbig und gold staffiert. Fein gearbeitete Bronzemontierung. 2012 wurde der geschätzt Preis auf 20.000 € (27.400 $) verdoppelt. Foto mit freundlicher Genehmigung von Van Ham.

Die bunte und charmante Welt der Plastik Wiking Modelle im Auktionshaus Saure in Köln. Foto mit freundlicher Genehmigung von Auktionshaus Saure.

Die herrschaftliche Leinendamast Tischdecke und 12 dazugehörige Servietten, ca. 1880, ist bestickt mit dem roten Monogramm “HH”. Foto mit freundlicher Genehmigung von Auktionshaus Mehlis.

Last Updated on Thursday, 01 May 2014 15:13
 

Auktionsgespraeche: Das feiern von 150 jahren geschmeidige kurven

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Written by HEIDI LUX, Auction Central News International   
Tuesday, 03 December 2013 11:59

Sechsarmiger Silberkandelaber, 1898-99, von Henry van de Velde, Teil der Ausstellung des Musées royaux ď Art et Histoire, Brussel. © VG Bildkunst, Bonn, 2013; Fotonutzungserlaubnis der Klassik-Stiftung, Weimar

MÜCHEN – Der Jugendstil war ein unsichtbarer Blitzeinschlag, welcher eine komplette Kehrtwende des künstlerischen Stils verursachte. Irgendwann um 1890 erschien er in Deutschland wie blühender Wein, rankte sich um den Historizismus, dessen klassische Linienführung er durch die geschmeidigen Kurven der Natur auslöschte. Der neue Stil, auch bekannt als Art Nouveau, war eine Synchronizität die Gustav Klimt und andere abtrünnigen Künstler Wiens berührte, aber auch den Maler Alphonse Muncha in Mähren, die englische Illustratorin Audrey Beardsley sowie den französischen Glaskünstler René Lalique. Er überwand sogar den Atlantik, um in den Designs von Louis Comfort Tiffany in New York zu erscheinen.

An der Spitze der Jugendstilbewegung stand der Belgien-stämmige Künstler und Architekt Henry van de Velde. Aus Anlass seines 150. Geburtstages, hat Quittenbaum Kunstauktionen, München, eine besondere Auktion seiner Arbeiten für den 10. Dezember geplant.

Der geschäftsführende Direktor Askan Quittenbaum bemerkte dazu: “Sein 150. Geburtstag wird von vielen Museen gefeiert und da unsere Stärke der Jugendstil ist, dachten wir auch eine besondere Auktion ausrichten zu müssen.”

Obwohl er zugab, dass es nicht einfach gewesen sei, eine große Stückzahl von einem derart beliebten und begeistert gesammelten Designer zusammenzutragen, hat das Auktionshaus es trotzdem geschafft, eine respektable Auswahl von van de Velde Objekten zu sammeln. Der Verkauf wird komplettiert durch eine exquisite Auswahl zeitgenössischer Stücke, wie beispielsweise solche von Glaskünstler Emile Gallé sowie Architekt and Designer Josef Hoffmann.

“Henry van de Velde sah es als Herausforderung, die gesamte Kunst von A bis Z zu gestalten.”, sagt Quittenbaum: “Er nutzte dieselben Methoden wie William Morris in der Kunst- und Handwerksbewegung, was bei heutigen Künstlern nicht der Fall ist.”

Tatsächlich verließ van de Velde, der Malerei in Antwerpen studierte, seinen Pfad, um die umfassenderen Möglichkeiten von Architektur und Design einzubeziehen. Seine Verwendung fließender Rundungen erregte die Aufmerksamkeit von Karl Ernst Osthaus, Gründer des Volkwang Museums, der ihn bat, die Innengestaltung des Museums zu übernehmen.

Kurz nach der Jahrhundertwende avancierte van de Velde bis 1915 zum Direktor der Großherzoglichen Sächsischen Kunstgewerbeschule in Weimar. 1919 wurde die Schule in Bauhaus umbenannt, van de Veldes Theorie ausweitend, dass auch Gebrauchsgegenstände wohlgestaltete künstlerische Arbeiten sein können.

Vielleicht wurde van de Velde durch die Handhabung vieler verschiedener Kunstdisziplinen an der Schule inspiriert, war es für ihn genauso angenehm, die Linien eines Hauses künstlerisch zu entwerfen, wie Bucheinbände, Kleidung, Besteck oder Porzellan. Genauso wie Architekt and Designer Frank Lloyd Wright sah er wohlgestaltete Accessoires als wesentlichen und harmonischen Teil des gesamten architektonischen Objekts.

Quittenbaums bieten ein paar dieser liebevoll gestalteten Stücke an, wie Los 28, ein Türgriff von Frisiersalon Haby in Berlin von 1901. Los 61 sind vier einfache Seidentaschentücher mit einem von van de Velde gestalteten Monogramm bestickt, welche zur selben Zeit geschaffen wurden wie ein Set Tafeltücher für die Großeltern des Malers Curt Herrmann, ca. 1906.

Um zu sehen, wie sich in van de Velde Projekten Architektur und Kunst vereinigen, können Jugendstil Enthusiasten auch historische Orte besuchen. Weimarer Höhepunkte schließen das Haus Hohe Pappeln ein, welches er 1907 für seine Frau und 5 Kinder entwarf; das Friedrich Nietzsche Archiv, welches er auf Bitte des Philosophen Schwester 1902 neu gestaltete und natürlich die frühere Kunstgewerbeschule.

In der Villa Esche, entworfen für den Fabrikanten Herbert Esche in 1902 – 1903 in Chemnitz, bekommt man einen Eindruck davon, wie es war, umgeben von van de Veldes Arbeiten zu leben. Das Museum dokumentiert die Art der freundlichen Arbeitsbeziehung, die van de Velde mit vielen seinen Klienten pflegte. www.villaesche.de

 

Bevorstehende Auktionen

 

Dorotheum: 3. Dez. - Pfeifen, Auktionsort: Praha (Prag).

4. Dec. - Kunst, Antiquitäten und Schmuck, Auktionsort: Klagenfurt. www.Dorotheum.com

 

Hauswedell & Nolte, Hamburg: 3. Dez. - Moderne Kunst Teil I und II.

4. Dez. - Kunst nach 1945. www.Hauswedell-Nolte.de

 

Bassenge Photoauktionen und Moderne Kunst, Berlin: 4. Dez. - An Important American Private Collection, Fotobücher und Fotoliteratur, Fotografie des 19.–21. Jahrhunderts. www.Bassenge.com

 

Anticomondo, Köln: 6./7. Dez. Spielzeug- und Reklameauktion. www.Anticomondo.de

 

Kusthaus Lempertz, Köln: 6./7. Dez. Asiatische Kunst China, Tibet/Nepal, Indien, Südostasien, Korea, Japan. www.Lempertz.com

 

Leipziger Münzhandlung Auktion H. Höhn: 6./7. Dez., Radisson Blu Hotel, Leipzig www.Numismatik-Online.de

 

Schmidt Kunstauktionen Dresden: 7. Dez. - Bildende Kunst des 15.-21. Jahrhundert. www.Schmidt-Auktionen.de



ADDITIONAL IMAGES OF NOTE

Sechsarmiger Silberkandelaber, 1898-99, von Henry van de Velde, Teil der Ausstellung des Musées royaux ď Art et Histoire, Brussel. © VG Bildkunst, Bonn, 2013; Fotonutzungserlaubnis der Klassik-Stiftung, Weimar

Henry van de Velde auf Arbeit in seinem Studio, ca. 1908. Foto von Louis Held, © Klassik-Stiftung, Weimar und genutzt mit deren Erlaubnis.

Eichenmusikschrank von Henry van de Velde aus em Musikzimmer des Filkwang Museums, ca. 1902. Die simple rechteckige Schrankform wurde akzentuiert durch geschwungene, erhabene Einrahmung der Schranktüren. Geschätzt 16.000 – 18.000 € (21.500 – 24.000 $) Foto mit freundlicher Genehmigung von Quittenbaum Kunstauktionen GmbH

Der reizvolle Kontrast der Farben, geschwungenen Bögen und flackernden vertikalen Linien ließen van de Veldes Jugendstil Villa Esche in Chemnitz (1902 – 1903) sehr futuristisch für ihre Zeit erscheinen. Fotoerlaubnis Villa Esche

Detail des Wiener Jugendstil Bahnhofes am Karlsplatz von dem abtrünnigen Architekt Otto Wagner. Foto von Heidi Lux

Emile Gallé Vase, Rose de France, mit persönlicher Widmung an seine Tochter Thérèse, 28. Dez. 1901. Geschätzt 120.000 to 160.000 € (163.000 bis 217.000 $). Foto mit freundlicher Genehmigung von Quittenbaum Kunstauktionen GmbH

Ein herausragendes Stück zu Quittenbaums Auktion am 10. Dezember ist dieser silberne Gürtelschließe in Schmetterlingsform von Henry van de Velde, 1898-99. Besetzt mit Mondsteinen und Diamanten mit Ursprung bei der Osthaus Familie.  Geschätzt 40.000–60.000 € (54.000–80.000 $). Foto mit freundlicher Genehmigung von Quittenbaum Kunstauktionen GmbH

 

 

 

Last Updated on Thursday, 01 May 2014 15:13
 

Auktionsgespraeche: Leipzig feiert Napoleons anderes Waterloo

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Written by HEIDI LUX, Auction Central News International   
Tuesday, 10 September 2013 11:25

Die Soldaten wachen in 91m Höhe des Völkerschlachtdenkmals in Leipzig. Allein die Größe des Denkmales hat zur Folge, dass die Besucher der Aussichtsplattform wie kleine Fliegen aussehen. Foto von Heidi Lux.

Am 8. Oktober sind gleich zwei Jubiläen zu begehen. Vor 200 Jahren wurde Napoleons Armee von den Truppen der verbündeten Länder etwas außerhalb von Leipzig in einer großen Schlacht, der Völkerschlacht, geschlagen. 100 Jahre später wurde ein mächtiges, pyramidenähnliches Denkmal, das Völkerschlachtdenkmal, eröffnet.

Schon 1814 wurden Rufe laut, ein Monument zu schaffen, welches dieser großen Schlacht, in der so viele ihr Leben ließen, gedenken soll. Architekt Friedrich Weinbrenner kreierte einige Vorschläge, die jedoch nicht umgesetzt wurden. Zum 50. Jubiläum der Schlacht 1863 wurde dann der Grundstein gelegt.

Architekt Clemens Theime hatte besonderes Interesse an diesem unfertigen Projekt. 1894 gründete er den Deutschen Patriotenbund und warb energisch für Unterstützung durch private Spenden wie auch eine Lotterie. Als Örtlichkeit für das Denkmal wählte er den kleinen Hügel, wo Napoleon seinen Rückzug ankündigte. Die Pyramidenform Weinbrenners behielt er bei und schuf so das Völkerschlachtdenkmal.

Das mit Granit verkleidete Betongebäude ist ein Meisterwerk der wilhelminischen Ära. Riesige Soldaten schauen feierlich auf alle Kommenden und Gehenden. Der Innenbereich ist dunkel und ruhig wie eine Gruft. Seit das Denkmal seinen Platz in der Skyline Leipzigs hat, wurde es immer wieder als Symbol benutzt wie z.B. auf Keramikkühen für Kaffeesahne bis hin zu Aufklebern auf Lebensmitteldosen, Schmuck und Zigarren. Das 100jährige Jubiläum hat nicht nur einen Roman, ein Kabarett und verschiedene Ausstellungen inspiriert, sondern auch die Leipziger Münzhandlung und Auktionshaus Heidrun Höhn fand einige spezielle Stücke für ihre Auktion vom 13. - 14. September.

„Davon gibt es nur eins.“, sagt Christine Höhn, während sie auf Los Nr. 610 zeigt. Sie meint ein großes bronzenes Medaillon der Völkerschlacht, entworfen von Hermann Schöne 1913 für Clemens Thieme und den Deutschen Patriotenbund. Die Jugenstil-Tafel hing für viele Jahre am Haus des Architekten in Leipzig.

Die Auktion beinhaltet viele Münzen und Medaillons mit verschiedenen Portraits von Napoleon, wobei ein besonders faszinierendes in Los Nr. 652 zu finden ist, als auch einige in Elfenbein gerahmte Miniaturen von Napoleon und Josephine. Weiterhin befindet sich eine Leipziger Zeitung in der Auktion, die einen Bericht der Schlacht von 1813 enthält und sogar die Unterschrift Napoleons auf einer Urkunde über die Verleihung des Adelstitels „Baron“.

Für weitere Informationen bezüglich Festivitäten rund um das Jubiläum des Völkerschlachtdenkmal oder Öffnungszeiten, schauen Sie auf die Seite www.Stadtgeschichtles-Museum-Leipzig.de

 

Hanstein wurde zum neuen Präsident der EFA gewählt

Der Europäische Verband der Kunstversteigerer (European Federation of Auctioneers – EFA) hat Henrik Hanstein, Brüssel, zum Präsidenten gewählt und zu Vize-Präsidenten Sonia Farsetti, Florenz und Jean-Pierre Osenat, Paris. Henrik Hanstein, Chef des Kunsthauses Lempertz, Brüssel und Köln, hat sich in den letzten Jahren erfolgreich für die Harmonisierung des Folgerechts in Europa eingesetzt. Es ist das erste Mal, dass ein Deutscher dieses Amt einnimmt. EFA vertritt die Interessen der europäischen Versteigerer vor der Europäischen Kommission und dem Europäischen Parlament.

Bevorstehende Shows und Auktionen

24. Sept.: Quittenbaums, München, Design und Kunst nach 1945. www.Quittenbaum.de

24.-25. Sept.: Gerhard Hirsch Nachf., München, Antiquitäten Auktion mit Schwerpunkt auf Objekten aus Glas, Keramik und Metall; ihre Münzauktion folgt am 25.-26. Sept. www.Coinhirsch.de

4.-5.Okt.: Ein vierteiliger Verkauf von Schmuck und Uhren; asiatische, afrikanische und nicht-europäische Kunst; Handwerk, Antiquitäten und Gemälde; sowie auch moderne and zeitgenössische Kunst im Auktionshaus Kaupp, in Sulzburg. www.Kaupp.de

11.-12. Okt.: Peter Kiefer Kunst und Buch Auktionen, Pforzheim. www.Kiefer.de

12. Okt.: antike Kunst, Werbungskunst und moderne Arbeiten auf der Lepertz Auktion in Berlin. Sie führen auch zwei Spendenauktionen am 20. Okt. und 15. Nov. durch. Für Details gehen Sie auf www.Lempertz.com.

12. Okt.: Dr. Fischer Kunstauktion, Heilbronn, bietet europäischs Glas und Studioglas an, wie auch eine private Sammlung von Jugendstil and Art Deco Objecten. www.Auctions-Fischer.de

18.-19. Okt.: Die Briefmarkenauktion im Herbst bei Schwarzenbach Auktion, Zürich. www.Schwarzenbach-Auktion.ch

6.- 9. Nov.: Dobiachovsky, Bern, führen ihre Kunstauktion im Herbst durch. www.Dobiaschovsky.com

27.-30. Nov.: Eine äußerst abwechslungsreiche Auktion klassischer and zeitgenössischer Kunst sowie Fotographie bei Villa Grisebach, Berlin. www.Villa-Grisebach.de

28.-30. Nov.: Bassenge in Berlin-Grunewald bietet Kunst aus dem 15. bis 19. Jh. an, wie auch moderne and zeitgenössische Kunst. www.Bassenge.com

1. Dez.: Antiquitäten- und Flohmarkt mit mit besonderem Schwerpunkt auf Weihnachtsdekoration in den Gießener Hessenhallen von 08 bis 15 Uhr.



ADDITIONAL IMAGES OF NOTE

Die Soldaten wachen in 91m Höhe des Völkerschlachtdenkmals in Leipzig. Allein die Größe des Denkmales hat zur Folge, dass die Besucher der Aussichtsplattform wie kleine Fliegen aussehen. Foto von Heidi Lux.

Das zart gemalte Portrait Napoleons ist eins der beiden aus Elfenbein gerahmten Miniaturen mit einem Eröffnungsgebot von 180 Euro. Foto mit freundlicher gehnehmigung von Leipziger Münzhandlung und Auktionshaus Heidrun Höhn.

Los Nr. 645, ein  Zertifikat, die den Titel “Baron”  aufzeigt, von Napoleon Bonaparte unterschrieben. Foto mit freundlicher gehnehmigung von Leipziger Münzhandlung und Auktionshaus Heidrun Höhn.

Die bronzene Jugenstil-Tafel wurde 1913 von Hermann Schöne hergestellt und dem Völkerschlachtdenkmal Archtitekt Clemens Thieme übergeben. Foto mit freundlicher gehnehmigung von Leipziger Münzhandlung und Auktionshaus Heidrun Höhn.

Los Nr. 651, ein Porzellanteller, der das 100jährige Jubiläum der Schlacht zeigt, mit einem Eröffnungsgebot von 70 Euro. Foto mit freundlicher gehnehmigung von Leipziger Münzhandlung und Auktionshaus Heidrun Höhn.

Henrik Hanstein aus Brüssel ist der neue Präsident der EFA. Foto mit freundlicher gehnehmigung von Lempertz.

Last Updated on Thursday, 01 May 2014 15:13
 

Auktionsgespraeche: Frühlingsaufregung mit Apple 1 und gefälschten Barocktisch

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Written by HEIDI LUX, Auction Central News International   
Tuesday, 04 June 2013 23:31

Dieses 1918er Buntholz Red and Blue Chair von Gerard A. van de Groenekan, wird am 18. Juni bei der Quittenbaum Designauktion in München versteigert. Foto mit freundlicher Genehmigung von Quittenbaum Kunstauktionen.

Endlich Wärme, grüne Blätter und Frühlingsauktionen in Deutschland, der Schweiz und Österreich. The Auktionshäuser berichten weiterhin über starke Ergebnisse mit einigen Überraschungen. Das Auktionsteam Breker, Köln, brach seinen eigenen Rekord am 25. Mai, als es einen der sechs als funktionierend bekannten Apple 1 Computer für 668000 Dollar (568000 Euro) verkaufte. Das 1976er Modell ging an einen Käufer aus Asien, der es bevorzugt, anonym zu bleiben. Damit schlägt Brekers seinen eigenen Rekord von 640000 Dollar (492000 Euro) für einen Apple 1 aus dem Jahr 2012.

Am 14. Mai verkaufte Sotheby’s in Genf Gina Lollobrigidas Perlen und Diamantohrringe für 2391321 Dollar (1843449 Euros). Die weißen Perlentropfen, von denen es heißt, dass sie einmal dem Hause Habsburg gehörten, setzten einen neuen Rekord für natürliche Perlenanhänger.

Bei WestLicht in Wien verkaufte sich eine vergoldete 1931er Leica mit einer Reptilienverzierung und zwei Linsen für beeindruckende 528000 Euro (688974 Dollar). Dies war das teuerste Stück der Kameraauktion am 25. Mai.

Auch Dobiaschofsky, Bern, berichtet von erheblichen Preisen bei ihrer Schweizer Frühlingsauktion. Eine Aktstudie von Félix Vallaton, Torse à l’étoffe bleue, war mit 90000 Euro (117424 Dollar) angesetzt und brachte 190000 Euro (247895 Dollar) ein.

Van Ham erlebte eine Überraschung der etwas anderen Art, als ein barocker Tisch aus dem 17. Jahrhundert, der dem deutschen Möbelmacher David Röntgen zugeschrieben wurde, als Schwindel aufgedeckt wurde. Abteilungsleiter Christoph Bouillon drückte Zweifel an Los 1080 aus, einem ovalen vergoldeten Mehrzwecktisch. Durch die Konsultation eines Experten für Möbelrestauration und die Nutzung einer Datenbank kritischer Werke (einer Informationsquelle für gefälschte Kunstgegenstände), welche von Van Ham-Direktor Markus Eisenbeis gegründet wurde, entpuppte sich der Tisch schließlich als Kopie aus dem 21. Jahrhundert. Die Polizei wurde alarmiert und die Möbelwerkstatt, in welcher das heutige Stück gemacht wurde, schnell ausfindig gemacht. Dem Hersteller drohen nun rechtliche Konsequenzen.

Möbel von Abraham und David Röntgen sind sehr begehrt, da das Paar exquisite Stücke mit Intarsienelementen und Geheimfächern für noble Familien und Könige herstellte. Museen können sich glücklich schätzen, wenn sie ein Röntgen-Möbelstück besitzen. Der gefälschte Tisch wäre mit 60000 - 80000 Euro (77690 – 103585 Dollar) angesetzt, wäre es ein echter Röntgen gewesen.

Anstehende Auktionen:

Bassenge, Berlin, hat eine Auswahl von U. S. Weltraumfotografie, inklusive Neil Armstrongs berühmten Foto des Astronauts Buzz Aldrin neben der amerikanischen Flagge. 05. Juni.

www.bassenge.com

Die Galerie Kornfeld, Bern, beherbergt am 13. und 14. Juni eine 2-Tages-Auktion mit Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts, mit Werken der Alten Meister, Drucke und Künstlerautogrammen, die in Kooperation mit der Moirandat AG, Basel, angeboten werden. www.kornfeld.ch

David Feldman hat am 13. und 14. Juni eine spezielle Briefmarkenauktion in Genf, am zweiten Tag mit dem Hauptaugenmerk auf olympischen Briefmarken. www.davidfeldman.com

Autoliebhaber werden am 15. Juni vom Auktionshaus Gut Bernstorf, Kranzberg, zu einer Oldtimer- und Automobilauktion in die Klassikwelt Bodensee eingeladen. www.gutbernstorf.de

Quittenbaum bietet bei ihrer Designauktion am 18. Juni eine Auswahl von Nachkriegs- und zeitgenössischen Möbeln, Lampen und Kunst an.

www.quittenbaum.de

Koller Auktionen, Zürich, hält ihre Frühlingsauktionen vom 19.-22. Juni ab, mit Schmuck und Uhren, Kunst und Design inklusive Schweizer Kunst am 21. Juni.

www.kollerauktionen.ch

Die jährliche Glasauktion von Dr. Fischer Kunstauktionen findet am 29. Juni in Zwiesel statt. www.auktions-fischer.de

Das Auktionshaus Bloss, Merzhausen, bietet am 1. und 2. Juli eine Kunst- und Antiquitätenauktion.

www.bloss-auktionen.de



ADDITIONAL IMAGES OF NOTE

Dieses 1918er Buntholz Red and Blue Chair von Gerard A. van de Groenekan, wird am 18. Juni bei der Quittenbaum Designauktion in München versteigert. Foto mit freundlicher Genehmigung von Quittenbaum Kunstauktionen.

Dieser 1976er Apple 1, der ursprünglich für 666 Dollar verkauft wurde, erzielte einen Rekordpreis von 668000 Dollar (568000 Euro.) Foto mit freundlicher Genehmigung von Auction Team Breker.

Schauspielerin Gina Lollobrigida trägt diese natürlichen Perlenohrringe, welche einen Rekordpreis bei Sotheby’s Genf erzielten. Foto mit freundlicher Genehmigung von Sotheby’s.

Los 1080, welchen bei Van Ham für Aufregung sorgte, war nicht, wie zuerst angenommen, ein David Röntgen aus dem 18. Jahrhundert, sondern die Fälschung eines heutigen Tischlers. Foto mit freundlicher Genehmigung von Van Ham.

Ein Brief des Künstlers Paul Gaugin von 1900, Teil einer Auktion von Künstlerautogrammen der Galerie Kornfeld, Bern. Foto mit freundlicher Genehmigung von Galerie Kornfeld.

Los 445 in der anstehehnden Dr. Fischer Glassauktion im Schwarzwald, eine Louis Comfort Tiffany Tischlampe mit Namen ‚Pond Lily’, circa 1900. Foto mit freundlicher Genehmigung von Fischer.

Josef Hegenbarths ‚Menschen aud der Straße’ von 1949 wird auf 4500 Euro (5873 Dollar) geschätzt, am 8. Juni bei Schmidt Kunstauktionen, Dresden, zum Verkauf. Foto mit freundlicher Genehmigung von Schmidt Kunstauktionen.

Last Updated on Thursday, 01 May 2014 15:13
 

Auktionsgespraeche: Kunstgeschichte wird gerade gemacht

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Written by HEIDI LUX, Auction Central News International   
Monday, 25 March 2013 16:13

Neo Rauch Die Kontrolle, 2010, Öl auf Leinwand, 300 x 420 sm, private Sammlung / Basel mit freundlicher Genehmigung Galerie EIGEN + ART Leipzig/Berlin and David Zwirner, New York. Foto: Uwe Walter, Berlin.

Proteste im Jahr 2013 zur Erhaltung der Berliner Mauer ? Genau das ist passiert, als sich Kunstliebhaber versammelten, um die East Side Gallery, ein mit faszinierenden politischen Wandbildern versehenes Reststück der Berliner Mauer, zu erhalten. Ein Teil der East Side Gallery sollte zur Schaffung eines Zugangs zu einer Luxuswohnsiedlung entfernt werden, welche am Ufer der Spree errichtet werden soll. Nachfolgend wurde auf einem Treffen von Vertretern der Stadtverwaltung und dem Bauherren am 18. März wurde verkündet, dass die Arbeiten wie geplant fortgeführt würden und lediglich bereits existierende Öffnungen in der Mauer genutzt werden, um Baugerät in das Areal einzubringen.

Die Berliner Mauer, errichtet 1961 und seit 1989 wieder geöffnet, ist ein Magnet für Touristen und Liebhaber von Straßenkunst. Die ungefähr 1,5 km lange East Side Gallery wurde 1990 durch 118 Künstler aus 21 Ländern bemalt. Ein Teil der berühmten Kunstwerke ist der “Bruderkuss”, die Darstellung eines Kusses zwischen Leonid Breschnew, Vorsitzender des Präsidiums des Obersten Sowjet (1964-1982) der früheren UdSSR, und Erich Honnecker, Staatsratsvorsitzender (1976-1989) der früheren DDR.

Eine andere beliebte Gestalt der früheren DDR, der Maler und Graphiker Willi Sitte (92), hat eine Ausstellung seiner Werke in Merseburg bei Halle (Saale) eröffnet. Seine Gemälde und Graphiken des sozialistischen Realismus sind gekennzeichnet durch die Darstellung muskulöser menschlicher Figuren und die prismatische Nutzung von Licht und Farben, die über solid konturierte Oberflächen spielen. Sitte war langjähriger Präsident des Verbandes Bildender Künstler der DDR und erhielt zahlreiche Auszeichnungen. Seine Arbeiten können unter www.willi-sitte-galerie-merseburg.de betrachtet werden.

Ein weiterer ostdeutscher Maler hat Erfolge erfahren, von welchen andere Künstler nur träumen können – Neo Rauch (53). Seine Arbeiten haben inzwischen die 1-Million-Dollar Marke durchbrochen, als sein Gemälde “Suche” bei Christie’s in New York 2004 für 1.082.500 Dollar versteigert wurde. Eine Rückschau auf seine Werke mit dem Titel “Neo Rauch”: “ Die Besessenheit des Demiurgen” wird aktuell im Palais des Beaux-Arts -auch bekannt als Bozar Expo-, Brüssel, ausgestellt.

Rauchs überdimensionale Leinwände ziehen den Betrachter in ihre koexistente unbändige Aktivität und Einsamkeit; ihre gewaltigen Ausdehnungen werden zum Treffpunkt von Gestalten der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Der Kurator der Austellung, Harald Kunde, komplimentiert diese Erfahrung durch sein Arrangement der Werke von 2012 bis 1993. Auf diese Weise machen die Besucher eine Zeitreise durch Rauchs komplexe Stile zurück zu seinen einfacheren Anfängen als einer der Maler der “Neuen Leipziger Schule”. Rauchs Werke werden in der Bozar Expo bis 19. Mai gezeigt.

In Wien eröffnet die Galerie OstLicht am 13. April eine Ausstellung von Fotographien der Künstlerin Hellen van Meene. Die in den Niederlanden geborene Fotographin dokumentiert die Zerbrechlichkeit und Beeinflussbarkeit junger Mädchen auf ihrem Weg zur Frau. Ihre sorgfältig zusammengestellten Schnappschüsse enthüllen eine intuitive Kommunikation mit ihren Modellen, seien es nun Mädchen oder, wie in ihrer neuen Fotoserie, Hunde. Die OstLicht Ausstellung läuft bis zum 15. Juni.

Kunstsammler haben bereits in ihrem Kalender den 13. bis 16. Juni für die “Art Basel” in Basel markiert. Die gewaltige Show und Verkauf bietet Kunstwerke von 304 internationalen Gallerien an, von den frühen Klassikern der Moderne des 20. Jh. bis zu zeigenössischer Kunst. Details dazu finden Sie unter www.artbasel.com



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Neo Rauch Die Kontrolle, 2010, Öl auf Leinwand, 300 x 420 sm, private Sammlung / Basel mit freundlicher Genehmigung Galerie EIGEN + ART Leipzig/Berlin and David Zwirner, New York. Foto: Uwe Walter, Berlin.

Neo Rauch “Nest”, 2012 Öl auf Leinwand, 300 x 250 cm, Sammlung De Heus-Zomer mit freundlicher Genehmigung Galerie EIGEN+ART Leipzig/Berlin und David Zwirner, New York. Foto: Uwe Walter, Berlin

Kunstenthusiasten schlendern entlang der East Side Gallery in Berlin, einem kleinen Reststück der Berliner Mauer gewidmet als Freiluftgalerie. Foto von Heidi Lux

Golden and moody, dieser unbetitelte C-Druck von Hellen van Meene 2012, 39 x 39 cm, wird gezeigt in der OstLicht Galerie für Fotographie in Wien. Bild mit freundlicher Genehmigung Sadie Coles HQ, London and die Künstlerin.

Last Updated on Thursday, 01 May 2014 15:12
 

Auktionsgespräche: Dresdner Ornamente

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Written by HEIDI LUX, Auction Central News International   
Wednesday, 05 December 2012 12:27

Dieses realistische und detaillierte Dresden Ornament, darstellend ein Rentier, ist ein Knallbonbon. Es brachte 750 $ (€ 597) auf der Bertoia Aution am 23. September 2012. Foto mit freundlicher Genehmigung von Bertoia Auktionen

Der Legende nach war Pfarrer Martin Luther so bewegt vom Anblick der Sterne, welche durch eine Kiefer schimmerten, dass er den ersten Weihnachtsbaum gestaltete. Ob das nun wahr ist oder nicht, es ist einfach ein konstantes Thema, dass ein Weihnachtsbaum so wie Edelmetalle und Juwelen glänzen sollte. Einer der entzückendsten Blender sind mit Sicherheit die Dresdner Weihnachtsornamente.

“Die Menschen sind oft überrascht, wenn ich einen Baum mit Dresdner Ornamenten zeige und ihnen dann verrate, dass sie aus Papier bestehen.” sagte Bill Steely, Sammler und Vorstand für Öffentlichkeitsarbeit des "The Golden Glow of Christmas Past," einem Club internationaler Sammler mit Sitz in Bridgeton, New Jersey (USA).

Die zwei bis drei Zoll kleinen Ornamente sind aufwendige, handgemachte Tricks aus geprägtem Papier. Oft sind sie vergoldet oder versilbert und manchmal angemalt, mit filigranen Rändern und strukturellen Designs, welche täuschend echt nach mit einem Hammer getriebenem Metall aussehen. In Wirklichkeit sind sie aber hohle, zerbrechliche Ornamente angefertigt aus vielen Teilen geprägter Papierschnitte und präzise zusammengefügt, anschließend mit Liebe zum Detail bemalt. Die geschickten Hände, welche diese entzückenden Kreationen schufen, gehörten Frauen und Kindern oder ganzen Familien, die zwischen 1880 und 1914 in oder bei Dresden, Deutschland, lebten.

Zu dieser Zeit war Ostdeutschland eine Hochburg der Ornamentproduktion. F. W. Woolworth erwarb sein frühes Vermögen durch den Besuch von Lauscha in Thüringen, aus welchem er bemalte Glasornamente mitbrachte, die in US-Geschäften bald ausverkauft waren. Auch Ornamente aus bemalter, geprägter Baumwolle wurden hier hergestellt. Im Erzgebirge verbrachten Minenarbeiter und ihre Familien die Winter damit, Nussknacker und andere Dekorationen zu schnitzen. Familien in der Nähe von Sebnitz stellten bezaubernde Ornamente aus Fabrikschrott und Drähten her.

“Es war die Zeit der Industriellen Revolution. Die Deutschen hatten Glasblastechniken entwickelt, wie die Benutzung einer Glasflamme, welche heißer wurde und so feineres Glas produzierte. Ihre Technik des Farbdrucks war hochentwickelt, es wurden bis zu 28 verschiedene Platten benutzt. Außerdem entwickelten sie spezielle Präge- und Schnittpresse um Papierteile für die Dresdner Ornamente herzustellen,” bemerkte Steely.

Ein feuchtes Stück schweres Papier wurde in den hohlen Teil der Presse gelegt und das gewölbte Muster darauf gepresst. Bald entstand nun die runde Seite eines Pferdes, die Hälfte eines Luftschiffes oder ein französisches Horn auf dem Weg, ein dreidimensionales Dresdner Ornament zu werden. Einige, die zweidimensional und nur auf einer Seite geprägt waren, wurden “Flache” genannt. Manche dieser “Flachen” waren auch auf zwei Seiten geprägt und an den geprägten Hälften zusammen geklebt.

Die Präge- und Schnittpresse hatte den Vorteil, dass man sehr viele identische Teile auf einmal herstellen konnte. Die Familien kamen dann zu den neun oder zehn Fabriken in Dresden und Leipzig, um die Teile für die heimische Sammlung zu abzuholen.“Jede Familie stellte eine kleine Anzahl der Ornamente her, dennoch wurden sie in großen Mengen produziert,” merkt Steely an. “Sie wurden schlecht bezahlt und mussten schnell arbeiten.”

Dennoch bekamen die Fabriken Ornamente hoher Qualität zurück. Zu dieser Zeit waren die Dresdner die teuersten unter den deutschen Ornamenten. Nicht jeder konnte sie sich leisten und viele wurden in andere Länder exportiert, wie beispielweise nach Großbritannien oder in die USA.

Die Motive der Dresdner Ornamente scheinen unendlich. Sie beinhalten Insekten sowie Tiere des Festlandes, des Ozeans und der Lüfte, sowohl wildlebend als auch domestiziert; genügend Instrumente um ein Orchester zu formen; beliebte Transportmittel des frühen 20. Jahrhunderts, wie Kutschen, Schlitten und Fahrräder, Dampfschiffe, Züge und neumodische Automobile; Figuren wie Engel und Reiter; und skurrile Objekte, wie Uhren, Pfeifen, Operngläser, Stiefel und Champagnerflaschen.

“Es waren nicht nur Weihnachtsbaumornamente, sagte Steely,” sie wurden auf Einladungen und als Platzkarten benutzt, mit dem Namen einer Person darauf. Manche ließen sich öffnen und hatten eine kleine Papiertüte darin, für Süßigkeiten oder kleine Geschenke. Und manche wurden als Knallbonbons benutzt, wovon aber nur noch wenige existieren.”

Mit Beginn des Ersten Weltkrieges 1914 wurde die Produktion der Ornamente unterbrochen. Obwohl sie nach dem Krieg wieder produziert wurden, war die Qualität nicht mehr die Gleiche. Wenn es ein Ornament gibt, welches das Ende ihrer Ära signalisiert, dann das, welches die Form eines düsteren Panzers des Ersten Weltkriegs hat.

“Sammler schätzen die frühen Dresdner Ornamente besonders wegen ihrer Kunstfertigkeit,” merkt Steely an.

Als Sammler sind Steelys liebste Ornamente handgemalte Bockköpfe mit einer Süßigkeitentüte, und ein Chamäleon, gemalt in schillernden Farben.

Obwohl er auch andere Arten von Weihnachtsschmuck sammelt, hängt er die Dresdner Ornamente besonders gern jedes Jahr an den Weihnachtsbaum. Wenn sie nicht gerade an seinem Baum schimmern, sind sie in Seidenpapier in Schachteln verpackt.

Das sollten sie auch sein. Die zerbrechlichen Papierornamente haben schon viele Weihnachtsfeste überlebt. Das Gesamtangebot der Ornamente hat sich im Laufe von Zeit und Benutzung stark dezimiert. Dennoch ist die Nachfrage steigend. Es kommt nicht mehr vor, dass man auf einem Flohmarkt über ein Schnäppchen stolpert.

“Ich hatte nicht so ein Glück,” meinte Steely. “Es gibt eine riesige Nachfrage nach Dresdner Ornamenten auf dem amerikanischen Markt.”

Er benannte Bertoia Auktionen und Morphy Auktionen, beide Mitglieder auf LiveAuctionners.com, als gute Quellen für Sammler. Er sucht auch nach Dresdner Ornamenten in spezialisierten Antiquitätenläden und auf der jährlichen Golden Glow Tagung. Sammler können mit 25$ (19€) für einen einfachen Flachen beginnen, aufsteigend bis zu Hunderten von Dollar für ein dreidimensionales Ornament. Für besonders seltene Exemplare werden über 10.000$ (7.700 €) gezahlt.

“Auf der Tagung kaufen, handeln und verkaufen Sammler,” sagte Steely. “Da wir Sammler vieler verschiedener Arten von Weihnachtsdekoration haben, besitzen wir an diesen vier Tagen die vermutlich größte Weihnachtssammlung der Welt.”

Für weitere Information zu den Dresdner und anderen deutschen Weihnachtsornamenten, besuchen Sie www.GoldenGlow.org

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ADDITIONAL IMAGES OF NOTE

 Dieses realistische und detaillierte Dresden Ornament, darstellend ein Rentier, ist ein Knallbonbon. Es brachte 750 $ (€ 597) auf der Bertoia Aution am 23. September 2012. Foto mit freundlicher Genehmigung von Bertoia Auktionen

Dieses versilberte Einspänner Schlittengespann mit seinem warm bekleideten Führer brachte 2000 $ (€ 1450) auf der Bertoia Auktion im November 2010. (Alle Preise sind Zugschlagspreise, außer es ist anders ausgewießen.) Foto mit freundlicher Genehmigung von Bertoia Auktionen 

Ein Top Preis für Dresden Ornamente wurde für dieses ungewöhnliche Ornament erreicht, welches einen Berg umrundenden Zug darstellt, der in den Tunnel einfährt. Es wechselte auf der Bertoia Auktion im November 2010 für 10.000 $ (€ 7700) den Besitzer. Foto mit freundlicher Genehmigung von Bertoia Auktionen 

 Ein vergoldetes Paradies zweidimensionaler Dresden Ornamente wurde auf der Bertoia Auktion im November 2007 als Gesamtposten für 950 $ (€ 731) verkauft. Foto mit freundlicher Genehmigung von Bertoia Auktionen

Dieser leuchtende Hahnenkopf ist tatsächlich ein Süßigkeiten Behälter. Er wurde auf der Bertoia Auktion im April 2008 für 3500 $ (€ 2695) verkauft. Foto mit freundlicher Genehmigung von Bertoia Auktionen

Goldene und metallische Farben lassen diesen Dresdener Frosch in allen Regenbogenfarben schillern. Er wurde auf der Bertoia Auktion im November 2005 für 900 $ (€ 693) verkauft. Foto mit freundlicher Genehmigung von Bertoia Auktionen 

Eine Rarität auf der Bertoia Auktion 2008 angeboten: Der Musterkoffer eines Vertreters mit drei vollständig gefüllten Fächern mit Dresden Ornamenten wurde für 7000 $ (€ 539) verkauft. Foto mit freundlicher Genehmigung von Bertoia Auktionen 

 Ein deutsches Ornament für den amerikanischen Markt hergestellt: Dieses silberne Dresdener Segelboot mit der US amerikanischen Flagge brachte auf der Bertoia Aution im September 2012 1600 $ (1232). Foto mit freundlicher Genehmigung von Bertoia Auktionen

Ein schönes Beispiel von einem frühen deutschen Dresden Ornament, zeigt ein gekettet Hund sitzt vor einem vergoldeten Karton Hundehütte. Verdoppelung als Candy Container, hebt das Dach ab, um Zugang zu Süßigkeiten zu ermöglichen. Sammlung von Catherine Saunders-Watson.

Dresden Polospieler auf dem Pferderücken, realistisch mit Schlägel bereit zum schlagen. Sammlung von Catherine Saunders-Watson. 

 

Last Updated on Wednesday, 05 December 2012 13:06
 

Auktionsgespräche: Antiquitätensuche in Wien

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Written by HEIDI LUX, AUCTION CENTRAL NEWS INTERNATIONAL   
Monday, 01 October 2012 09:57

Die konservative Erscheinung des Dorotheum. Foto von Heidi Lux.

In Anbetracht der Geschichte Wiens ist es nicht überaschend, dass diese Stadt eine Fundgrube für Antiquitäten ist. Zur Zeit der Jahrhundertwende zum 20. Jahrhundert war die Stadt ein Zentrum künstlerischer und intellektueller Veränderungen.

Gustav Mahler lies mit seinen neuen Kompositionen die Zeit der Romantik hinter sich. Sigmund Freud öffnete eine Tür zum Unterbewußtsein. Und die Sucessionisten mit Gustav Klimt an ihrer Spitze brachen mit verstaubten akademischen Traditionen, um neue Pfade in der bildhaften Darstellung zu betreten. Die fließende Linie des Jugendstils reiste wie eine frische Brise durch Architektur, Typographie und Mobiliar. Die Wiener Werkstätte beschenkte sogar Gegenstände des täglichen Gebrauchs mit künstlerischer Bedeutung. Kunst und Intellekt blühten in dieser Kaffeehaus Kultur auf.

Von diesem Erbe ist noch soviel zu entdecken in Wiens Antiquariaten, Auktionshäusern und Flohmärkten. Das historische Stadtzentrum gruppiert sich natürlich um den Stephansdom, welcher bald in Sichtweite kommt, spaziert man entlang der Kärntner Straße stadteinwärts. Und sogar entlang dieses Weges findet man viele Einzelhandelsgeschäfte des Dorotheums, welche Schmuck aus Nachlassen, Porzellan und Silber anbieten. Entfernt man sich aber etwas von den üblichen massentouristischen Pfaden in die engere Dorotheergasse, findet sich dort ein alterwürdiges Auktionshaus. 1707 als Pfandleihhaus gestartet, wuchs es zu einem Unternehmen mit internationalen Büros und ca. 600 Auktionen pro Jahr. Versteigert wird alles von Kunst bis zu klassischen Autos. Die umgebende Nachbarschaft ist gespickt mit Antiquariaten aller Art.

“Wir empfehlen normalerweise die Dorotheergasse, Spiegelgasse, Bräunerstraße und Stallburggasse wenn Leute nach Antiquitäten suchen.”, sagt Cornelia Pirka vom Wiener Tourismusverband.

Die Schaufenster der Läden in dieser Gegend sind so voll mit den Überresten des Gestern, dass es das Funkeln von Kristall, das Leuchten beschlagener Bronze und die satten Farben goldgerahmter Leinwände unmöglich macht, die Strassen ohne innezuhalten entlangzugehen.

Auch die Wiener Kunst Auktionen GmbH im Palais Kinsky in der Freyung Straße kann man nicht verfehlen. Deren Erscheinung ist seriös und elegant, passend zu ihren Auktionen von Alten Meistern, zeitgenössischer Gemälde und Jugendstil Antiquitäten.

Ein anderes, international anerkanntes Wiener Auktionshaus ist das WestLicht in der Westbahnstrasse 40. Sie halten den Rekord für den Verkauf des teuersten Fotoapparates der Welt im Jahr 2011, eine Null Serie Leica von 1923 für 1,32 Millionen Euro (fast 2 Millionen Dollar). WestLicht’s nächste Fotographie- und Kameraauktionen finden am 23. und 24. November statt. Fotographieenthusiasten werden entzückt sein, WestLicht’s Leica Einzelhandelsgeschäft -voll mit neuen und klassischen Produkten- direkt nebenan zu finden.

Man muss sich nicht weit von WestLicht entfernen, um etwas anderes, nahezu Ausgestorbenes zu entdecken – einen Schallplattenladen. Scout Records, um genau zu sein. Aber Besucher sollten gewappnet sein, in der ganzen Stadt auf kleine Antiquitätenhändler und Second-Hand Geschäfte zu stoßen – seien es alte Bücher, Münzen, Briefmarken oder einfach Kitsch; man weis nie was man findet.

Wien bietet eine großartige Auswahl für Sammler, die gern ihr Glück auf Flohmärkten ausprobieren. Der mit Abstand Größte dieser Art befindet sich am Naschmarkt, wo eine zunächst schier endlose Zahl von Lebensmittlehändler und kleinen Restaurants schließlich Platz macht für eine überquellende Menge an Ständen mit Ramsch und kleinen Schätzen. Es werden Möbel und Lampen aus den 1950igern, Gewürzgefäßsets, Silbergeschirr, alte Vidoefilme, Modeschmuck, Bücher und Werkzeuge herausgetragen. Aber es gab noch soviel mehr. Der Naschmarkt ist eine Wochenendinstitution und Besucher können sich die Antiquitäten Samstags in der Zeit zwischen 06:30 Uhr und 18:00 Uhr ansehen, wenn sich die Schnäppchengelgenheiten verdreifachen.

Der trendige Donaukanal, eingefasst Graffitiwände und interessante Kaffees, ist zwischen Mai und September Domizil eines an der Salztorbrücke beheimateten Wochenendflohmarktes.

Der dritte zu findende Punkt ist der Antiquitätenmarkt am Hof, geöffnet bis Mitte November an Freitagen und Samstagen von 10 Uhr bis 20 Uhr.

Mit so vielen Möglichkeiten Antiquitäten zu finden, ist es ein Glück, dass auch an fast jeder Ecke ein Cafè ist. Vergessen Sie nicht, bei einem Kaffee und einem Stück Sachertorte zu entspannen, bevor Sie zu Ihrer nächsten Einkaufstour aufbrechen.



ADDITIONAL IMAGES OF NOTE

Die konservative Erscheinung des Dorotheum. Foto von Heidi Lux. 

'Klimt With His Looking Glass’, von Emma Bacher, Seewalchen, 1904. Das Bild des Künstlers, einer von nur zwei bekannten klassischen Drucken wird am 23. November bei WestLicht angeboten. Schätzung 12-15.000 Euro ($15.400 – 19.200). Foto mit freundlicher Genehmigung von WestLicht. 

Diese Sammlung von Steiff und anderen antiken Teddys wurde genutzt, um ein Jugendstil Bentwood Einzelbed zu zeigen, 5.500 Euro ($7.070) von Galerie Ambiente/ Design Marlow in Lugeck Strasse. Foto von Heidi Lux. 

Münzenhandlung Dr. Szaivert, in der Riemergasse, ist typisch für die, über die ganze Stadt verstreuten, bezaubenden Antiquitätenhandlungen. Foto von Heidi Lux.

Man weis nie, was man an einem Samstag auf dem Flohmarkt am Naschmarkt finden wird. Schnäppchen werden erwartet. Foto von Heidi Lux.

Last Updated on Monday, 01 October 2012 10:31
 

Auktionsgespräche: Das Kunst und Auktionshaus Schloss Hagenburg

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Written by HEIDI LUX, Auction Central News International   
Monday, 18 June 2012 10:40

Eine wundervolles Sommerziel für Antiquitäten und Architektur: Das Kunst- und Auktionshaus Hagenburg. Foto mit freundlicher Genehmigung von Auktionshauses Hagenburg.

Wenn eine Auktion zufällig in einem Märchenschloss stattfindet, ist das für Liebhaber von Antiquitäten ein doppeltes Vergnügen. Das Kunst- und Auktionshaus Schloss Hagenburg ist eine dieser glücklichen Begebenheiten, bei denen prächtige Antiquitäten in einem Schloss aus dem 14. Jahrhundert zur Schau gestellt werden. Im Landkreis Schaumburg bei Hannover gelegen, zeigt sich das Schloss Hagenburg umgeben von idyllischer Natur.

„Wir leben außerdem in diesem Schloss am schönen Steinhuder See.“, sagt der Besitzer und Auktionator Karl-Heinz Frantz.

Frantz, seine Frau Ute und Tochter Anne arbeiten gemeinsam in diesem Familienunternehmen. Auch ihr Weimaraner-Mischling, Lily, ist ein Teil des Teams. Frantz eröffnete das Geschäft 1969 und versteigerte nur Kunst. Seitdem kamen antike Möbel, Porzellan, Schmuck und viele weitere Angebote hinzu. Im Jahre 1995 kauften sie schließlich das Schloss Hagenburg als Auktionhaus und ihr Zuhause.

„Wenn man einen klaren, modernen Flur hat, ist das kein guter Hintergrund für Antiquitäten.“, merkt Frantz an. „Das Schloss hat die bemalten Decken und den Stuck, was eine hübsche Umgebung für Auktionen darstellt.“

Wie viele alte Schlösser, hat sich das Schloss Hagenburg seit seiner Gründung in Gestalt und Größe verändert. Seine umfassendste Renovierung wurde durch Prinzessin Juliane im späten 18. Jahrhundert vorgenommen, welche davon träumte, einen Ort der Freude zu kreieren. Wie sich jeder, der schon einmal renoviert hat, vorstellen kann, dauerten die Arbeiten länger als erwartet. Sowohl der Gestalter, Clemens August von Vagedes, als auch die Prinzessin, lebten nicht lange genug, um ihr Projekt fertiggestellt zu sehen.

Heute können Besucher das Schloss durch einen zentralen Portikus betreten, welcher durch toskanische Säulen gestützt wird. Ein Storch nistet auf dem Mittelschornstein des Haupthauses. Der kleine Steinhuder See ist durch einen schmalen Kanal mit dem Schloss verbunden. Die Außenanlagen erstrecken sich in einen baumreichen Park mit zahlreichen Singvögeln.

Da Frantz nicht nur 3-4 Auktionen pro Jahr durchführt, sondern auch ganzjährlich antike Möbel, Schmuck und Immobilien verkauft, ist es leicht, einen Grund für einen Besuch zu finden.

„Manchmal bekommen wir Antiquitäten von jemandem, der ein Haus ausräumt, und dann dürfen wir auch das Haus verkaufen, da die Menschen wegziehen.“, sagt Franz.

„Wir spezialisieren uns nicht auf einen bestimmten Stil.“, fügt er hinzu. „Wir versteigern, was wir bekommen. Jede Auktion ist ein anderes Ereignis.“

Die nächste Auktion auf Schloss Hagenburg am 30. Juni zeichnet sich durch eine große Sammlung an chinesischen Möbeln, Porzellan und Bronze aus. Details sind unter www.SchlossHagenburg.de zu finden.

 

Hervorragende Preise & bevorstehende Verkäufe

Gegenstände mit historischer Bedeutung verkaufen sich sehr gut. Auction team Breker, Köln, berichtet, dass eine Einigma Chiffriermaschine von 1938 -während des 2. Weltkrieges zum Senden und Entschlüsseln geheimer Nachrichten genutzt- anlässlich ihrer Frühlingsauktion für Wissenschaft, Technologie und Spielzeug für 81.158 € (100.000 $) verkauft wurde. Die Maschine verkaufte sich für das 10-fache des Schätzpreises. Ihre nächste Auktion ist für Fotographie und Film ist für den 22. September festgesetzt. www.Breker.com

Einen Weltrekordpreis für die teuerste Kamera, die jemals verkauft wurde, erzielte dieses Frühjahr das Wiener Auktionshaus WestLicht. Eine Test-Kamera der Leica 0-Serie von 1923, geschätzt auf 300.000 € (379.000 $), erreichte den erstaunlichen Preis von 2.160.000 € (2.729.857 $) infolge eines Hagels von direkten, telefonischen und Internetgeboten. Bereits zum 5. Mal kann WestLicht damit sagen, die teurste Kamera der Welt versteigert zu haben. Sie werden am 23. und 24. November wieder Foto- und Kameraauktionen durchführen. www.WestLicht.com

Schwarzenbach Auktionen, Zürich, nehmen noch bis Ende Juli Objekte für Ihre nächste Auktion internationaler Briefmarken entgegen. Die Auktion findet am 19. und 20. Oktober statt und schließt Einzellose aus der Schweiz, Liechtenstein, Europa und Übersee ein. Für Details besuchen Sie www.Schwarzenbach-Auktion.ch.

Das Auktionshaus Gut Bernstorf in Kranzberg, Deutschland, wird am 14. Juli eine große Auktion für Kunst und Antiquitäten durchführen. www.GutBernstorf.de



ADDITIONAL IMAGES OF NOTE

Eine wundervolles Sommerziel für Antiquitäten und Architektur: Das Kunst- und Auktionshaus Hagenburg. Foto mit freundlicher Genehmigung von Auktionshauses Hagenburg. 

Diese seltene Meissener Gruppe von Kindern, eine Gestaltung des frühen 20. Jahrhunderts von Konrad Hentschel, soll in der Auktion am 30 Juni 24.000 Euro ($30,028) einbringen. 

Ein ca. 1840 aus Kirsch- und Nußbaumwurzelholz hergestellter norddeutscher Biedermeier-Sekretär, ausgepreist mit 3.500 Euro ($4,413), in den Verkaufsräumen des Kunst- und Auktionshauses Schloss Hagenburg. Foto mit freundlicher Genehmigung durch Auktionshaus Schloss Hagenburg

Diese Enigma Chiffriermaschine aus 1938, gebaut von Chiffriermaschinen A.G. Heimsorth und Rinke aus Berlin, ging für 81.158 € (100.000 $) an einen amerikanischen Käufer. Foto mit freundlicher Genehmigung durch Auction Team Breker.

Last Updated on Monday, 18 June 2012 16:42
 
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